Erstellt am 12. Juli 2011, 14:46

Österreich mit leichtem Rückgang der Zuwanderung. Die Zuwanderung nach Österreich hat nach Angaben der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) abgenommen. So wurde 2009 ein Zustrom von 91.800 Migranten nach Österreich verzeichnet. Zugleich stieg die Abwanderung aus Österreich 2008 von 55.300 auf 66.100 2009. Österreich verzeichnete damit eine Netto-Zuwanderung von 25.700 Personen - um 38 Prozent weniger als 2008.

Die Zuwanderung nach Österreich hat nach Angaben der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) abgenommen. So wurde 2009 ein Zustrom von 91.800 Migranten nach Österreich verzeichnet. Zugleich stieg die Abwanderung aus Österreich 2008 von 55.300 auf 66.100 2009. Österreich verzeichnete damit eine Netto-Zuwanderung von 25.700 Personen - um 38 Prozent weniger als 2008.

Die Hälfte der Zuwanderer nach Österreich kommt von außerhalb der Europäischen Union, zu jeweils einem Viertel aus neuen und alten EU-Mitgliedstaaten, heißt es in dem Bericht. Deutschland bleibt wichtigstes Herkunftsland von Zuwanderern nach Österreich, sie machen insgesamt 20 Prozent aller Migranten aus. 2009 ging der Anteil der Deutschen allerdings erstmals seit 2001 zurück.

Andere wichtige Herkunftsländer sind Rumänien, Serbien, Montenegro und Ungarn - Migranten aus diesen Ländern verzeichneten alle leichte Zuwächse in Österreich. Zusammen machen alle Länder des früheren Jugoslawien 11 Prozent der neuen Zuwanderer aus, heißt es in dem Bericht.

Die Familienzusammenführung für Migranten außerhalb der EU ist den Angaben zufolge für den Großteil der dauerhaften Zuwanderung nach Österreich verantwortlich. Nur ein kleiner Teil von Drittstaatsangehörigen (530 von 4.400) kam über eine Quote nach Österreich, der Rest als Familienangehörige eines Staatsbürgers aus Österreich oder aus dem Europäischen Wirtschaftsraum.

Infolge der Wirtschaftskrise ging 2009 die Zahl temporärer Arbeitsmigranten leicht auf 17.200 zurück. Zum Gutteil sei dies auf einen dreiprozentigen Rückgang bei Saisonarbeitern zurückzuführen, die 11.700 ausmachten, heißt es in dem Bericht.

2009 stieg nach Angaben der OECD wieder die Zahl von Asylbewerbern auf insgesamt 15.800, nach vorläufigen Daten für 2010 ging sie im Folgejahr wieder zurück. Ende 2010 wurden demnach in Österreich um 30 Prozent weniger Asylanträge als 2009 verzeichnet. Die wichtigsten Asyl-Herkunftsländer waren Russland, Afghanistan und der Kosovo. Die Anerkennungsrate lag 2009 bei 19 Prozent, heißt es in dem Bericht.