Erstellt am 07. Mai 2013, 12:59

Österreich nahm Geld zu sehr niedrigen Zinsen auf. Die Republik Österreich hat am Dienstag erneut den Kapitalmarkt angezapft.

Insgesamt 1,32 Mrd. Euro hat die Aufstockung zweier Bundesanleihen in die Staatskasse gespült. Die Zinsen lagen mit 1,621 Prozent bei der Zehnjährigen und 0,794 Prozent bei der Sechsjährigen auf dem tiefsten Stand seit zwanzig Jahren, wie Martha Oberndorfer von der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA), sagte.

Bei der kürzer laufenden Bundesanleihe 2012-2019/2 mit 1,95 Prozent Kupon, die wie die andere um 660 Mio. Euro aufgestockt wurde, hat sich die Rendite seit der letzten Aufstockung Anfang Februar (mit damals 1,294 Prozent) um 50 Basispunkte weiter verringert. Die Aufnahme neuer Schulden wurde also billiger.

Das, so Oberndorfer, sei einerseits durch das allgemeine Marktumfeld mit sinkenden Zinsen bedingt, zeige aber auch, dass die Investoren bei Rentenpapieren sehr stark differenzieren: Die Investoren seien "sehr sehr konservativ unterwegs und kaufen besonders gute Bonitäten".

Mit der Parallelauktion am Dienstag hat die ÖBFA bereits mehr als 40 Prozent ihres Finanzierungsprogramms 2013 "abgearbeitet". Insgesamt ist heuer die Emission von 20 bis 24 Mrd. Euro an Bundesanleihen geplant, samt anderen Instrumenten sollen 27 bis 30 Mrd. Euro aufgenommen werden.