Erstellt am 18. Dezember 2012, 13:45

Österreich weiter mit Leistungsbilanzüberschuss. Die Leistungsbilanzüberschüsse in Österreich und fünf weiteren Staaten der Eurozone haben die Verluste in den anderen Ländern der Währungsunion ausgeglichen.

Aus einem von der EU-Kommission am Dienstag vorgestellten Bericht geht hervor, dass insgesamt die makroökonomischen Ungleichgewichte in der Finanzkrise größer geworden sind. Dies habe sich vor allem in "dauerhaften Unterschieden der Leistungsbilanz der EU-Staaten" gezeigt. Die Eurozone als Ganzes sei weitgehend ausgeglichen geblieben. "In einigen Mitgliedsländern gab es laufende Verschlechterungen, während die Überschüsse in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Finnland und Luxemburg" diese Entwicklung ausgleichen konnten.

Außerhalb der Eurozone seien wesentliche Überschüsse auch in Dänemark und Schweden zu finden. Gleichzeitig verweist die Kommission in ihrem Bericht darauf, dass eine Anhäufung von extremen Ungleichgewichten auch auf globaler Ebene zu beobachten sei. Während in den USA ein dauerhaftes Leistungsbilanzdefizit herrsche, würden China und Japan permanent Überschüsse aufweisen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Leistungsbilanz von 1995-1999 für Österreich noch ein Defizit von 2,3 Prozent aufwies. Einen Überschuss von 1,7 Prozent gab es von 2000-2007, dieser stieg von 2008-2011 sogar auf 3,1 Prozent. Für 2012-2014 wird eine Steigerung um 1,3 Prozent ausgewiesen.