Erstellt am 24. Juni 2011, 13:31

Österreich zapft Ölreserven nicht an. Österreich zapft seine Ölreserven nicht an. Da nur weniger als als ein Prozent der angestrebten 60 Millionen Barrel freigegeben werden müsste, verzichtet die Internationale Energieagentur auf einen heimischen Beitrag, so das Wirtschaftsministerium.

Österreich zapft seine Ölreserven nicht an. Da nur weniger als als ein Prozent der angestrebten 60 Millionen Barrel freigegeben werden müsste, verzichtet die Internationale Energieagentur auf einen heimischen Beitrag, so das Wirtschaftsministerium.

"Österreich hält seine Notstandsreserven grundsätzlich für tatsächliche physische Engpässe bereit, die es aber trotz der Folgen der Libyen-Krise nicht gibt", ließ der für Energiefragen zuständige Minister Mitterlehner ausrichten. Österreich muss mindestens 90 Tage seiner Vorjahresnettoimporte als Pflichtnotstandsreserve vorhalten. Diese internationale Auflage - als Mitglied von IEA und EU - wird laut Ministerium derzeit übererfüllt: Mit Ende März hatte die Alpenrepublik rund 116 Tage des Vorjahresverbrauchs auf Lager. Das entspricht circa 3,1 Millionen Tonnen bzw. 19,5 Millionen Barrel. Dabei handelt es sich um kommerzielle Ölreserven, zu denen die Erdöl-Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind.

Österreich hatte im Oktober 2005 als Teil einer internationalen koordinierten Aktion 430.000 Barrel aus seinen strategischen Reserven freigegeben. Der ÖAMTC forderte heute mit Verweis auf die fallenden Rohölpreise eine Senkung der Zapfsäulenpreise um mindestens 3 Cent je Liter.