Erstellt am 12. September 2013, 11:31

Österreicher arbeiten immer mehr Teilzeit. Der Teilzeit-Boom hat sich auch im zweiten Quartal 2013 fortgesetzt. Einem Plus von 28.300 Teilzeitkräften, stand ein Minus von 46.900 Vollzeitbeschäftigten gegenüber.

Damit waren um 18.600 Personen weniger beschäftigt als im zweiten Quartal 2012, insgesamt hatten 4,172 Millionen Personen in Österreich eine Erwerbsarbeit. Besonders hoch lag die Teilzeitquote bei den weiblichen Erwerbstätigen.

Fast die Hälfte der Frauen bereits Teilzeitkräfte

Die Teilzeitquote legte zwischen April und Juni im Vergleich zum Jahr davor um 0,8 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent zu. 45,6 Prozent der weiblichen Erwerbstätigen arbeiten bereits Teilzeit und 9,6 Prozent der männlichen Beschäftigten, geht aus der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria hervor.

Nach den Krisenquartalen (1. Quartal 2009 bis 3. Quartal 2010) mit einem Rückgang der Vollzeit-Erwerbstätigen, gab es bis zum dritten Quartal 2012 steigende Vollzeitzahlen. Nun wurden zum dritten Mal in Folge weniger Vollzeiterwerbstätige im Jahresabstand gezählt - im vierten Quartal 2012 (Vollzeit -11.400, Teilzeit +31.700) und im ersten Quartal 2013 (Vollzeit -23.600, Teilzeit +12.400).

Leichter Anstieg bei Selbstständigen zu beobachten

Die Zahl der Arbeitslosen nach internationaler Definition belief sich im zweiten Quartal auf 196.600 Personen, im Vorjahresquartal 2012 waren es 187.300. Die Arbeitslosenquote (4,5 Prozent) lag etwas über dem Vorjahresniveau (4,3 Prozent).

Insgesamt wurden 66.700 offene Stellen gezählt und damit deutlich weniger als im zweiten Quartal 2012 mit 75.300 Stellen.

Insgesamt wurde ein Rückgang bei Unselbstständigen und Mithelfenden sowie ein leichter Anstieg bei Selbstständigen verzeichnet. Die Anzahl der Unselbstständigen lag im zweiten Quartal 2013 mit insgesamt 3.609.700 unter dem Niveau des Vorjahres (3.633.600).

Pädagogische Sparte mit größter Zunahme an weiblichen Beschäftigten

Bei Männern wurden um 41.100 weniger Unselbstständige gezählt, die Zahl der unselbstständig beschäftigten Frauen legte hingegen um 17.200 zu. Jobs gingen bei den Männern besonders im Produktionsbereich, im Bau und in der Sparte "Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen" verloren.

Den größten Arbeitsplatzzuwachs bei den Frauen gab es im Bereich Erziehung und Unterricht.