Erstellt am 31. Januar 2012, 11:34

Österreicher drücken auf Spar- und Kredit-Bremse. Im Quartalsvergleich wollen die Österreicher etwas weniger sparen, die Höhe der geplanten Kreditsummen sind sogar stark rückläufig.

Dies geht aus einer neuen Integral-Umfrage für Erste Bank und Sparkassen hervor. Die Erste sieht die gedämpften Kreditwünsche aber nur als Stimmungsbild. Aktuell wollen die Österreicher heuer 5.460 Euro sparen, ein Rückgang von 4,5 Prozent.

Für Anschaffungskredite werden 68.800 Euro veranschlagt, um 16 Prozent weniger, so die im vierten Quartal 2011 durchgeführte Befragung. Insgesamt planen demnach für heuer 86 Prozent der Österreicher Geld zu sparen oder (wiederzu-) veranlagen, um zwei Prozent mehr. Die Veranlagungsformen bleiben dabei konservativ, zwei Drittel wollen ihr Geld in den nächsten zwölf Monaten aufs Sparbuch legen, Bausparen ist mit 60 Prozent die bevorzugte Anlageform, die Lebensversicherung kommt mit 44 Prozent auf ein All-Time-High, wie die Erste Bank am Dienstag mitteilte. Befragt wurden 1.000 Personen über 14.

Die vielzitierte Eurokrise habe im vergangenen Jahr am Sparverhalten der Österreicher wenig geändert, verweist Privat- und Firmenkundenvorstand Peter Bosek auf die zuletzt mit 7,3 Prozent ähnlich hohe Sparquote wie ein Jahr davor (7,4 Prozent), wie dies aus Daten der Statistik Austria hervorgeht.

Knapp ein Drittel - unverändert 31 Prozent - der Österreicher plant der Umfrage zufolge auch 2012 größere Anschaffungen - und 15 Prozent (+1 Prozent) wollen diese mittels Kredit finanzieren. Dass die durchschnittlich genannte Kreditsumme um 16 Prozent gesunken ist, sieht Bosek lediglich als Stimmungs-Indikator in der Bevölkerung an: "Wir sehen diese starken Schwankungen im Geschäft nicht." Höre man mehr von wirtschaftlichem Abschwung und Krise, würden sich die Erwartungen bei der möglichen Sparleistung automatisch reduzieren bzw. setze man die Kredit-Pläne vorsichtshalber etwas niedriger an.