Erstellt am 15. November 2012, 10:17

Österreicher gaben 2011 online 2,1 Mrd. Euro aus. Die Österreicher kauften 2011 im Internet bei den 250 größten Onlinehändlern um 2,1 Mrd. Euro ein. Damit gaben sie um 28 Prozent mehr aus als im Jahr davor (1,64 Mrd. Euro), geht aus einer Studie des EHI Retail Institute in Köln zum österreichischen Online-Markt hervor.

Die 10 umsatzstärksten Unternehmen machten 2011 in Österreich gemeinsam 663 Mio. Euro Umsatz - 31,6 Prozent des ganzen Kuchens. Die Firmenliste führt Amazon (amazon.at und amazon.com) unangefochten mit 283 Mio. Euro vor den Versandhändlern. Hier hat der Otto-Konzern (164 Mio. Euro) mit den Marken Universal (84 Mio. Euro), Otto (60 Mio.) und Quelle (20 Mio.) die Nase vor dem Konkurrenten Neckermann (53,8 Mio.). Eduscho, Conrad, Weltbild, DiTech und Esprit sind ebenfalls unter den Top-10. Apple liegt mit 17 Mio. Euro nur auf Rang 17.

Die Hälfte der Onlineshops hat den Firmensitz im Ausland - vor einem Jahr waren es noch 61,2 Prozent. 58 Prozent haben auch Filialen, 28 Prozent betreiben zusätzlich ein Kataloggeschäft. Auf dem Amazon Marktplatz sind 34 Prozent vertreten, über eBay wurden 16,4 Prozent abgewickelt. Die klassische Post profitiert auch von der Entwicklung, werden doch 29,6 Prozent der Packerl über sie versendet.

Patricia Mussi, Geschäftsführerin des Handelsverbands, sieht den Anstieg beim Onlineumsatz als "Riesenschritt", aber nicht als Anlass zur Selbstzufriedenheit. Österreich nehme damit keine Vorreiterrolle ein, sondern erlebe eine längst fällige Entwicklung. Im zehnmal so großen Deutschland ist der Online-Umsatz von 22,7 Mrd. Euro auf 25,4 Mrd. Euro im Jahr 2011 gestiegen, vergleicht sie.