Erstellt am 15. Oktober 2013, 10:23

Österreicher konnten bei Kaufkraft zulegen. In Österreich ist die Kaufkraft in den Jahren 2008 bis 2012 trotz Wirtschaftskrise leicht gestiegen.

Kräftige Zuwächse gab es in den Nicht-Euro-Ländern Schweiz und Norwegen, während im Krisenland Griechenland die Kaufkraft deutlich nachgelassen hat. Europaweit hat sich das Nord-Süd-Gefälle weiter erhöht, geht aus einer am Dienstag vorgestellten Studie der RegioData Research hervor. Insgesamt hatten 22 Länder Europas einen Kaufkraftzuwachs. Beim Nachbarn Schweiz wuchs sie um 45 Prozent, in Österreich hingegen nur um zwei Prozent. Die Wirtschaftslokomotive Deutschland kam in den vergangenen vier Jahren auf 2,3 Prozent Zuwachs. Island, Serbien, Griechenland und Ungarn mussten hingegen einen Rückgang von mindestens 16 Prozent verkraften.

Luxemburger am reichsten

Die reichsten Europäer leben in Luxemburg. Hier verfügten die Menschen im Schnitt über eine jährliche Kaufkraft von 31.100 Euro für 2012. Die "ärmsten" Europäer hingegen leben in der Republik Moldau, wo die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft im Jahr 2012 nur 1.020 Euro betrug. Aber nicht nur das West-Ost-Gefälle, sondern auch die Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden Europas sind noch beträchtlich und haben sich während der Krise verschärft, heißt es in der Studie.

Die Kaufkraft bezieht sich jeweils auf das verfügbare Jahreseinkommen nach Abzug von Steuern, Sozialversicherung usw. Ausschlaggebend für die Kaufkraftentwicklung der Menschen ist insbesondere die Arbeitsplatzsituation. Diese wiederum hängt von der wirtschaftlichen Dynamik eines jeden Landes beziehungsweise von den Möglichkeiten der Unternehmen ab, neue Arbeitsplätze zu schaffen und höhere Löhne zu bezahlen.