Erstellt am 14. März 2013, 13:16

Österreicher meiden Länder mit politischen Wirren. Die Finanz- und Euro-Schuldenkrise schreckt die Österreicher nicht vom Urlaubmachen ab. Politische Wirren in einem Zielland lassen die Buchungen dorthin aber sofort einbrechen.

Die wichtige Winterdestination Ägypten wird derzeit noch gemieden, Griechenland kommt bei den Buchungen allmählich wieder zurück.

"Ägypten ist nach wie vor von der Krise gebeutelt", sagte der Österreich-Chef des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook, Ioannis Afukatudis. Entsprechend rutschte das nordafrikanische Land bei den Österreichern in der aktuellen Wintersaison 2012/13 gegenüber dem Vorjahr vom vierten auf den sechsten Platz der beliebtesten Urlaubsziele ab.

"Wir hatten uns aus der Krise erholt, wie wir dachten, dann hat es eben diesen Rückschlag gegeben. Es ist zum Heulen", so Afukatudis. Die Buchungen liegen um rund 10 Prozent unter dem Vorjahr. "Hier kannst Du nur mit Dumpingpreisen punkten, was wir nicht machen - daher das Minus", erklärte der Touristiker.

Am liebsten verbrachten die Österreicher ihren Winterurlaub heuer in Spanien, gefolgt von Deutschland und Österreich. "Das sind die Klassiker." Die Spanien-Nachfrage entwickle sich "auf hohem Niveau stabil". Die deutschen Nachbarn punkteten hierzulande vor allem bei Städtereisen - etwa nach Berlin und Hamburg, das Zuwachsraten von über 10 Prozent auswies.

In Österreich hätten vor allem das Salzburger Land und Osttirol "sehr gute Zahlen" geliefert. Unter dem Strich liegen die Winterbuchungen für Urlaubsziele im Inland "um 2 bis 3 Prozent leicht über dem Vorjahr, das sehr gut war".

Es werden den Angaben zufolge auch zunehmend teure Reisen gebucht. "Das Thema Luxus haben wir sehr stark im Aufwind - überall werden höherwertige Produkte sehr gut angenommen", sagte der Reiseexperte. "Hier haben wir starke Gruppen, wie etwa die Best Agers und die Doppelverdiener ohne Kids, die buchen."