Erstellt am 12. Oktober 2012, 10:58

Österreicher sehen Wirtschaft pessimistischer. Die Österreicher sind, was die Wirtschaft betrifft, wieder pessimistischer geworden: Fast ein Drittel der Bevölkerung meint, dass es abwärts gehen wird.

51 Prozent glauben, dass die wirtschaftliche Entwicklung gleich bleiben wird, neun Prozent sind optimistisch. Das ist das am Freitag veröffentlichte Quartalsergebnis von monatlichen Umfragen des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra".

Im zweiten Quartal des Jahres sahen lediglich 28 Prozent die Wirtschaftsentwicklung pessimistisch, zwölf Prozent der Befragten waren noch guter Dinge. Nun sind diese Werte wieder auf dem Niveau, das sie zum Jahreswechsel hatten.

2010 hielten sich Optimisten und Pessimisten bei jeweils gut 20 Prozent die Waage. 2011 war ein Fünftel zuversichtlich, 23 Prozent sahen schon schwarz. Diese Schere ging im bisherigen Verlauf 2012 weiter auf: Nur ein Zehntel glaubt an eine aufwärtsgehende Wirtschaft, 31 Prozent sind düster eingestellt.

Die Bereitschaft zu sparen blieb gegenüber dem vorigen Quartal gleich und ist nach einer kurzen Abnahme wieder auf dem Wert von 2010. 46 Prozent der Österreicher gehen derzeit sparsamer mit ihrem Geld um, 23 Prozent tun dies nicht. 2008 schauten über die Hälfte der Befragten mehr auf ihre Barschaft.

Spectra schloss aus den Ergebnissen, dass die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung schon viel schlechtere Zeiten gesehen hat. Die Österreicher seien scheinbar gegenüber den laufend schlechten Krisennachrichten in gewisser Weise immun. Auch realwirtschaftliche Probleme würden sie nur bedingt tangieren.