Erstellt am 29. September 2011, 20:03

Österreicher stehen Euro skeptisch gegenüber. Die Österreicher stehen dem Nutzen der Währungsunion skeptisch gegenüber. Laut einer Umfrage der Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) meinen 37 Prozent der Österreicher, dass unser Land von der Euro-Mitgliedschaft "eher profitiert", 48 Prozent sagen jedoch, das Österreich "eher nicht" profitiert hat.

Die Österreicher stehen dem Nutzen der Währungsunion skeptisch gegenüber. Laut einer Umfrage der Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) meinen 37 Prozent der Österreicher, dass unser Land von der Euro-Mitgliedschaft "eher profitiert", 48 Prozent sagen jedoch, das Österreich "eher nicht" profitiert hat.

59 Prozent der Uni-Absolventen glauben, dass unser Land "eher profitiert" hat, 21 Prozent sind nicht dieser Ansicht. Bei Personen mit Matura lautet das Verhältnis 52 zu 34 Prozent. Befragte mit Berufs- und Handelsschulabschluss äußern sich dagegen nur zu 29 Prozent positiv (57 Prozent negativ), bei Pflichtschulabsolventen lautet das Verhältnis 24 zu 61 Prozent, heißt es in einer Aussendung der ÖGfE.

Die österreichweite Umfrage wurde vor dem Hintergrund der am Freitag angesetzten Abstimmung im Nationalrat über die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms (EFSF) durchgeführt. Das Ergebnis zeige: Die Verunsicherung der Menschen steige, sie erwarteten gemeinsame europäische Antworten. Gleichzeitig sei der Handlungsspielraum der politischen Akteure begrenzt.

Rund 75 Prozent der Österreicher befürworten eine stärkere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer, um globale Herausforderungen wie Wirtschaftskrisen, Terrorismus, Zuwanderung oder Umweltkatastrophen zu bewältigen (Juni 2011). 30 Prozent der Befragten können sich eine Weiterentwicklung der EU hin zu "Vereinigten Staaten von Europa" vorstellen. 50 Prozent sind aber dagegen.

Auf die Frage, wer etwa die aktuelle Aufstockung des Rettungsfonds genehmigen sollte, meinen 45 Prozent, dass dies Aufgabe der nationalen Parlamente sein sollte. Allerdings könnten sich 37 Prozent durchaus vorstellen, dass das Europäische Parlament darüber entscheidet.

Deutlich skeptischer zeigen sich die Österreicher in anderen Bereichen: Rund zwei Drittel der Befragten sprechen sich gegen einen direkteren Einfluss der EU-Institutionen auf die Budgetpolitik (58 Prozent), Steuerpolitik (60 Prozent), Pensionsregelungen (64 Prozent) sowie auf Lohn- und Kollektivvertragsverhandlungen (66 Prozent) aus.