Erstellt am 08. November 2012, 16:12

Österreicher tendieren zu Anleihen. Die Österreicher seien bei Aktien nach wie vor risikoscheu, als Alternative würden sie mit Anleihen liebäugeln, also damit ihr Kapital an Staaten oder Unternehmen verleihen..

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Deutsche Unternehmens- oder Staatsanleihen seien für ihren geringen Ertrag aber zu teuer, sagte Goldman-Sachs-Manager David Erichlandwehr in Wien

Die US-Investmentbank setze daher auf Anleihen, wo das Risiko und Rendite in einem besseren Verhältnis stünden. Zum einen biete Goldman Sachs Staatsanleihen aus sogenannten "emerging markets" an, also aus Ländern mit hohen Wachstumsraten wie etwa Brasilien. Hier seien durch den Wechselkurs sogar bis zur zweistellige Renditen möglich, so Erichlandwehr. Hier auf eigene Faust zu investieren, nannte er allerdings "extrem toxisch".

Daneben setze man auf Corporate Bonds mit hohen Renditen (High-Yield-Bonds), also auf Unternehmen, die hohe Zinsen zahlen müssen, um sich zu finanzieren. Der Fokus liege hier auf Unternehmen mit einem B-Rating. Als Rendite werden rund acht Prozent in Aussicht gestellt. Das Risiko ist dementsprechend hoch.

"Die Papiere sind nichts, das man kauft und liegen lassen kann", hielt Erichlandwehr bei beiden Anlageformen fest. Womöglich müsse man sich in einem Jahr schon wieder nach neuen Möglichkeiten umsehen.

Generell geht man bei Goldman Sachs auch 2013 davon aus, dass Aktienmärkte gemieden werden, die "Suche nach Rendite" bleibe aber bestehen. Nachdem Obama die US-Präsidentenwahl gewonnen hat, rechnet Goldman Sachs weiterhin mit niedrigen Zinsen der Notenbanken. Die Meinung, Europa sei ein sicherer Hafen, gilt für Goldman Sachs nicht mehr. Trotzdem gebe es jetzt keine akute Gefahr mehr, dass die Eurozone zerbricht. Erichlandwehr: "Griechenland ist eher ein psychologisches Problem."