Erstellt am 21. November 2012, 13:03

Österreicher verbrauchten 2011 weniger Energie. Der Energieverbrauch ist im Jahr 2011 um 3,9 Prozent auf 1,089.184 Terajoule zurückgegangen, obwohl die Wirtschaft um 2,7 Prozent gewachsen ist.

Wegen der milderen Temperaturen mussten die Österreicher im Vorjahr weniger einheizen, die hohen Ölpreise und die Anhebung der Mineralölsteuer zu Jahresbeginn tat laut Statistik Austria ihr übriges. Der Anteil der Erneuerbaren stieg weiter an.

Wie bereits im Krisenjahr 2009 sank der energetische Endverbrauch voriges Jahr unter das Niveau von 2005, als 1,118.300 Terajoule (TJ) verbraucht worden waren. Bei längerfristiger Betrachtung fällt die Umweltbilanz allerdings weniger gut aus: Im Jahr 1990, das Basisjahr für das heuer auslaufende Kyoto-Abkommen über die Reduktion von Treibhausgasen fungiert, war der Endenergieverbrauch bei 766.509 TJ gelegen, bis zum Jahr 2000 stieg er auf 941.289 TJ an und im Jahr 2002 wurde die "Millionengrenze" geknackt.

Trotz des Rückgangs im Vorjahr muss Österreich noch einiges tun, um die heimischen Energieeffizienz-Ziele bis 2020 zu erreichen. Demnach darf der Verbrauch dann nicht über dem Niveau von 2005 (1.100 Petajoule oder 1,1 Mio. TJ) liegen. Ohne Gegensteuern droht aber ein Anstieg auf 1.300 PJ, hatte Wirtschaftsminister Mitterlehner in der Vergangenheit mehrfach gewarnt.

Die wichtigste Stromquelle Österreichs ist nach wie vor die Wasserkraft, aus der voriges Jahr 123.050 TJ Elektrizität erzeugt wurden, was einem Anteil von 55 Prozent entspricht. Die Windkraft stagnierte mit 6.964 TJ (+0,1 Prozent) auf niedrigem Niveau, ihr Anteil an der Stromerzeugung lag bei 3,1 Prozent. Eine noch geringere Rolle bei der Stromproduktion spielte die Photovoltaik mit 627 TJ.

Der größte Energieverbraucher ist mit knapp einem Drittel der Verkehrssektor, hier gab es im Vorjahr einen Rückgang von 2,3 Prozent. Geringer fiel das Minus mit 1,9 Prozent im produzierenden Bereich aus, der für 28,7 Prozent des energetischen Endenergieverbrauchs verantwortlich war. Die privaten Haushalte haben prozentuell gestehen deutlich mehr eingespart (9,3 Prozent), sie setzten 23,9 Prozent der gesamten Energie ein und anteilsmäßig am meisten Erneuerbare (45,2 Prozent).