Erstellt am 21. Juni 2011, 14:07

Österreicher wollen Griechen nicht "hängen lassen". Obwohl es weh tut, ist eine Mehrheit der Österreicher der Meinung, dass unser Land mit Griechenland Solidarität zeigen muss. Dies ist das Hauptergebnis einer Umfrage, die von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik in Auftrag gegeben wurde. 60 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Solidarität zu zeigen und Griechenland nicht "hängen zu lassen".

Obwohl es weh tut, ist eine Mehrheit der Österreicher der Meinung, dass unser Land mit Griechenland Solidarität zeigen muss. Dies ist das Hauptergebnis einer Umfrage, die von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik in Auftrag gegeben wurde. 60 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Solidarität zu zeigen und Griechenland nicht "hängen zu lassen".

Begründet wird dies unter anderem damit, dass es "noch viel schlimmere Folgen für uns hätte, wenn Griechenland Bankrott gehen würde". 58 Prozent stimmen dieser Aussage zu.

55 Prozent fürchten, dass der Euro durch die Schuldenkrise in Portugal, Griechenland und Irland in Gefahr ist. 38 Prozent dagegen sind nicht dieser Meinung. 47 Prozent der Befragten geben an, "sehr großes bzw. großes Vertrauen" in den Euro zu haben. 18 Prozent haben "sehr geringes bzw. gar kein Vertrauen".

Weniger vertrauen die Österreicher offenbar dem Krisenmanagement der EU. Gerade einmal 12 Prozent bewerteten dieses mit den Schulnoten 1 und 2. Fast dreimal soviele (34 Prozent) geben den Mitgliedstaaten für ihre Performance die Schulnoten 4 und 5.

Dessen ungeachtet sind sich die Österreicher in einem Punkt überwiegend einig: Gemeinsames Handeln ist erfolgversprechender als nationale Einzelmaßnahmen: Entgegen mancher Behauptungen wollen die Österreicher nicht weniger, sondern mehr Europa, um die anstehenden Herausforderungen zu lösen, ergab die Umfrage, bei der die Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft SWS 621 Personen telefonisch befragte. Nationale Alleingänge werden demnach als nicht zielführend erachtet.