Erstellt am 29. Mai 2013, 12:31

Österreicher wollen gute Wohnung mit allen Mitteln. Die Österreicher sind zu vielem bereit, nur um eine gute Wohnung zu ergattern. Jeder vierte zieht sich für einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung besonders an.

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Jeder Fünfte (21 Prozent) würde bei Vermieter oder Makler auf Mitleid setzen, ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Innofact unter 520 Personen im Mai. Aber die Bereitschaft geht bis zur Dokumentenfälschung und Bestechung.

Bereitschaft, für Wohnung auch "sexuelle Reize" spielen zu lassen

Laut der Umfrage im Auftrag von ImmobilienScout24 wären 15 Prozent der Befragten bereit, falsche Angaben über Kinder, Haustiere, Beruf oder ähnlichem zu machen, um die Wohnung zu ergattern. 6 Prozent der Befragten haben das auch schon einmal getan. 13 Prozent würden Dokumente schönen, 16 Prozent wären bereit, durch die Zahlung einer "finanziellen Entscheidungshilfe" nachzuhelfen. Und 13 Prozent wären "durchaus auch bereit, ihre sexuellen Reize spielen zu lassen um zu überzeugen - das weibliche Geschlecht etwas mehr als das männliche (16 Prozent zu 10 Prozent)", heißt es in der Aussendung zur Umfrage.

Entspricht die Wohnung sehr, würde ein Viertel der Befragten ihr eigenes Preisbudget überschreiten. Das hat jeder Sechste (16 Prozent) in der Vergangenheit auch tatsächlich schon einmal getan.

Auf der anderen Seite lehnt es fast die Hälfte der Befragten aber strikt ab, sich für den Wohnungszuschlag zu verbiegen. Hier ist die ältere Generation (50- bis 65-Jährige) besonders konsequent, 63 Prozent lehnen zusätzliche Zugeständnisse ab. 47 Prozent der Befragten haben bei der letzten Wohnungssuche ihr Wunschdomizil ohne Probleme gefunden, 29 Prozent mit Schwierigkeiten, und 13 Prozent mussten schlussendlich eine Wohnung nehmen, die nicht ihren Vorstellungen entsprach.