Erstellt am 20. Juli 2012, 06:11

Österreichische Firmen profitieren von Olympia. "Dabei sein ist alles" - das olympische Motto gilt auch für die österreichischen Firmen, die für "London 2012" Aufträge erhielten. Laut dem Londoner Außenwirtschaftscenter der Wirtschaftskammer (WKO) nehmen mehr als ein Dutzend Firmen in den verschiedensten "Disziplinen" teil.

Das Auftragsvolumen geht in die Millionen, ein zweistelliger Euro-Millionenbetrag wird kolportiert. Als Highlight gilt das London Cable Car, eine Gondelbahn des Vorarlberger Seilbahnen-Herstellers Doppelmayr. Die berühmte Gondelseilbahn ist rechtzeitig zu den Spielen fertig geworden. Die stellvertretende Wirtschaftsdelegierte in London, Sonja Holocher-Ertl, betonte im Gespräch mit der APA allerdings, dass die von der Fluglinie Emirates gesponserte Seilbahn auch ohne Olympia realisiert worden wäre. 34 Gondeln verbinden die Stadtteile Greenwich und Docklands quer über die Themse, sie sind Teil des öffentlichen Verkehrs in London. Die gesamten Baukosten liegen bei mehr 60 Mio. Pfund (76,6 Mio. Euro.

Generell habe sich London in den letzten Jahre für Olympia "herausgeputzt", sagt Holocher-Ertl. Von diesem "Facelift" habe auch Österreichs Wirtschaft profitiert. Vor allem kleineren Firmen sei durch die Spiele der Einstieg in den britischen Markt gelungen. Jetzt setzt das AußenwirtschaftsCenter große Hoffnungen in Folgeprojekte.

Österreichs Industrieunternehmen waren an den großen Infrastrukturprojekten im Vorfeld der Spiele beteiligt. So lieferten die voestalpine Stahl für das Wembley-Stadion und Wiehag elf Holzträger für die nun größte Schwimmhalle Großbritanniens, dem Sunderland Aquatic Centre. Außerdem sorgen Zumtobel und Co dafür, dass es in den Stadien nicht dunkel wird.