Erstellt am 14. Januar 2013, 12:12

Österreichische Möbelexporte brachen 2012 ein. Die Staatsschuldenkrise hat die Möbelhersteller doch noch eingeholt, fast alle Produzenten mussten im vergangenen Jahr um ihre Märkte kämpfen.

In den ersten drei Quartalen 2012 brachen die heimischen Möbelexporte ein, aufgrund der unverändert unsicheren Lage im Euro-Raum und der verhaltenen Konjunkturprognose erwartet die Österreichische Möbelindustrie bis Jahresende 2012 keine Steigerung. Insgesamt verringerten sich die Exporte von Jänner bis September um 2,7 Prozent auf 647 Mio. Euro. Die Ausfuhren in den EU-Raum brachen um 19,2 Prozent ein. In die wichtigsten Exportmärkte Deutschland und Schweiz wurde um 15,2 Prozent bzw. 7,5 Prozent weniger ausgeführt. Die Exporte nach Italien gingen um 38,1 Prozent zurück.

"Erst wenn sich die Exporte nach Deutschland und in die Schweiz zumindest wieder stabilisieren, ist für die Österreichische Möbelindustrie ein Aufwärtstrend zu erwarten", so Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, anlässlich der Kölner Möbelmesse, die diese Woche stattfindet. Emprechtinger schätzt die Exportrisiken in Europa vorerst weiter hoch ein. Eine Konzentration auf Zukunftsmärkte wie Russland oder die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) seien umso wichtiger, um sich rechtzeitig am Markt zu positionieren.

Besser gestaltet sich die Situation bei den Importen, wenngleich das Wachstum in den ersten drei Quartalen mit 1,1 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro gering ausgefallen ist. Die heimische Möbelindustrie im engeren Sinn (ohne Zulieferer) steigerte ihre Produktion von Jänner bis September um 4,3 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro.