Erstellt am 04. Januar 2013, 11:29

Österreichischer Tourismus 2012 im Aufwind. Der heimische Tourismus brachte mit 2012 - auch ohne die noch fehlenden Dezemberzahlen - ein besonders starkes Jahr hinter sich. Im November gab es mit 4,15 Mio. Übernachtungen erstmals mehr als 4 Millionen.

Von Jänner bis November gab es im Vergleich zu 2011 ein Plus von 3,5 Prozent auf 120,81 Mio. Nächtigungen - die meisten seit 1994. Das teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Von Jänner bis November gab es in allen Bundesländern ein Nächtigungsplus. Das größte in Wien mit 7,5 Prozent, gefolgt von Vorarlberg mit 6,0 Prozent und Salzburg mit 4,9 Prozent. Auch die Ankünfte stiegen in jedem Bundesland. Österreichweit machte das Ankunftsplus von Jänner bis November 4,3 Prozent aus - 33,22 Mio. Ankünfte wurden erfasst; macht eine Aufenthaltsdauer von rund 3,62 Nächten 2012 ohne Dezember.

Das Übernachtungsplus im November betrug gegenüber dem selben Monat 2011 österreichweit 4,3 Prozent. "Der Start in die Wintersaison ist gut gelungen, wie der neue Allzeitrekord im November zeigt", kommentierte Wirtschaftsminister Mitterlehner. Die höchsten Nächtigungszahlen seit 18 Jahren im Vorjahr zeigten, dass "der Tourismus auch in schwierigen Zeiten eine Konjunkturstütze, die Wachstum und Arbeitsplätze schafft, ist".

Für den Nächtigungszuwachs im November waren sowohl in- als auch ausländische Touristen verantwortlich. Die Österreicher nächtigten 1,96 Mio. mal (plus 4,7 Prozent), Ausländer 2,19 Mio. mal (plus 3,9 Prozent). Nach Hotelkategorien fielen die Zuwächse in der Vier- und Fünfsternkategorie mit plus 5,2 Prozent am höchsten aus - der Trend zu mehr Qualität dürfte also anhalten.

Bei den Gästen aus dem Ausland gab es im November große Abweichungen: Der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland legte nur minimal um 0,7 Prozent zu. Gäste aus Italien nächtigen um 29,6 Prozent öfter, solche aus Russland um 25,8 Prozent und Reisende aus der Schweiz um 11,1 Prozent. Die höchsten relativen Rückgänge gab es bei den Tschechen (-18,2 Prozent), Belgiern (-17,1 Prozent) und Polen (-15,5 Prozent).