Erstellt am 24. April 2012, 13:25

Österreichs Arbeitgeber zahlten 29,20 Euro/Stunde. Österreich liegt bei den Arbeits- und Lohnnebenkosten unter den 27 Ländern der EU jeweils auf Rang 9.

Österreich liegt bei den Arbeits- und Lohnnebenkosten unter den 27 Ländern der EU jeweils auf Rang 9. Die heimischen Arbeitgeber in der Privatwirtschaft zahlten 2011 für eine geleistete Arbeitsstunde durchschnittlich 29,20 Euro je Stunde. Österreichische Arbeitgeber zahlten somit um 28 Prozent mehr als im EU-Schnitt (22,80 Euro) und 5,4 Prozent mehr als im Eurozonen-Schnitt (27,70 Euro).

Das geht aus einer Statistik des deutschen Statistischen Bundesamts hervor. Das heimische Arbeitskostenniveau lag damit deutlich unter jenem von Belgien (39,30 Euro), Schweden (39,10 Euro) oder auch Deutschland (30,10 Euro). Arbeitgeber im vom Bankrott bedrohten Griechenland zahlten vergleichsweise für eine Arbeitsstunde geschätzte 16,40 Euro.

Die Bandbreite der Arbeitskosten innerhalb der EU ist enorm: Im Land mit den geringsten Arbeitskosten, in Bulgarien, lagen sie bei 3,50 Euro je Stunde, das sind um 90 Prozent weniger als beim Rangersten Belgien. Auch in Rumänien, Litauen, Lettland, Polen, Ungarn, Estland oder der Slowakei lagen sie unter 10 Euro.

Im Verarbeitenden Gewerbe, das laut Statistikamt besonders im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Österreich 31 Euro, was Rang 8 bedeutete. Eine Stunde in der heimischen Industrie war somit um 34 Prozent teurer als im EU-Schnitt (23,20 Euro) und um 6 Prozent teurer als im Schnitt der Euroländern, aber um 10 Prozent günstiger als in Deutschland. Am billigsten war auch hier Bulgarien mit 2,80 Euro/Stunde.

Bei den Lohnnebenkosten lag Österreich mit 37 Euro je 100 Euro Bruttoverdienst ebenfalls auf Platz 9 und damit deutlich über dem EU-Schnitt von 32 Euro bzw. dem Eurozonenschnitt von 36 Euro. Spitzenreiter ist hier Schweden mit 52 Euro. Am geringsten sind sie in Malta, wo auf 100 Euro nur 10 Euro Nebenkosten anfallen.