Erstellt am 21. Juni 2011, 13:36

Österreichs Banken laut Stresstest resistenter. Österreichs Banken sind laut dem jüngsten Stresstest der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) heuer zwar resistenter gegen Risiken als 2010. Sie sollten aber ihre Eigenmittel-Ausstattung verbessern, da es hier noch einen Rückstand zu den internationalen Playern gebe, mahnt die OeNB. Kredite sollten die Institute nur zu risikoadäquaten Preisen auf Basis der lokalen Refinanzierungskosten vergeben.

Österreichs Banken sind laut dem jüngsten Stresstest der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) heuer zwar resistenter gegen Risiken als 2010. Sie sollten aber ihre Eigenmittel-Ausstattung verbessern, da es hier noch einen Rückstand zu den internationalen Playern gebe, mahnt die OeNB. Kredite sollten die Institute nur zu risikoadäquaten Preisen auf Basis der lokalen Refinanzierungskosten vergeben.

Nach der Krise gehöre jetzt das Geschäftsmodell der Banken weiterentwickelt, dazu stehe man mit den Instituten in intensiven Gesprächen, um künftig Turbulenzen und auch neue Staatshilfen zu vermeiden und der Branche - versehen mit genug Risikopolster - ein ertragreiches Wachstum auch im Osten zu ermöglichen. Das Griechenland-Exposure der Banken sieht die OeNB als vergleichsweise gering an. Besorgt ist man aber wegen des kaum sinkenden Volumens an Fremdwährungskrediten.

Das Exposure österreichischer Banken in Griechenland, Irland und Portugal sei mit 5,8 Mrd. Euro im Vergleich zum gesamten europäischen Bankensektor mit 590 Mrd. Euro vergleichsweise gering, sagte der Leiter der Hauptabteilung Finanzmarktstabilität und Bankenprüfung, Philip Reading. 4,5 der 5,8 Mrd. Euro entfallen allein auf die sechs größten heimischen Banken. Und wenn etwas "schiefgeht" in Griechenland? "So etwas diskutieren wir nicht", betonte OeNB-Direktor Andreas Ittner.

Generell ist der österreichische Finanzsektor insgesamt "stabil", hat laut Ittner der jüngste, halbjährliche Stresstest ergeben. Die europäischen Stresstest-Ergebnisse werden für Juli erwartet.