Erstellt am 04. September 2013, 12:04

Österreichs Fahrzeugindustrie in tiefer Krise. Den rund 30.000 Beschäftigten der Fahrzeugindustrie stehen sehr harte Zeiten bevor, so das Ergebnis einer heute, Mittwoch, präsentierten Studie von Frauenhofer Austria und der TU.

Österreich habe seinen Standortvorteil gegenüber Deutschland eingebüßt, was zu einem massiven Rückgang der Ausfuhren geführt habe. Gleichzeitig bekomme Österreich verstärkt die Konkurrenz aus Südosteuropa zu spüren.

Neue Märkte müssen erschlossen werden

Als Ausweg aus der Krise sieht Studienautor Daniel Palm (Frauenhofer Austria) eine Senkung der Lohnnebenkosten, flexiblere Arbeitszeiten, höhere Forschungsausgaben und den Gang in neue Märkte. Letzterer sollte von der Politik auch mitsubventioniert werden.

Geschieht das nicht, sieht Palm schwarz: "Die österreichische Fahrzeugindustrie läuft Gefahr, massiv an Bedeutung zu verlieren, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt."

Während die Direktinvestitionen nach Österreich insgesamt deutlich ansteigen würden, gingen diese in der Fahrzeugindustrie "massiv zurück". Die Entwicklungen der vergangenen Jahre hätten dazu geführt, dass die österreichische Fahrzeugindustrie mit stagnierender Wertschöpfung und rückläufiger Beschäftigung konfrontiert sei. Die Exporte würden stagnieren und hätten noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht.