Erstellt am 21. November 2012, 15:57

Österreichs Goldreserven hauptsächlich in England. Nach der Deutschen Bundesbank hat nun auch die Oesterreichische Nationalbank offiziell bekannt gegeben, wo ihre Goldreserven lagern.

Die Länderaufteilung nach Lagerstätten physischer Bestände bzw. Auslieferungsorten nicht-physischer Bestände: 224,4 Tonnen (rund 80 Prozent) sind in Großbritannien, rund 6,9 Tonnen (rund 3 Prozent) in der Schweiz und rund 48,7 Tonnen (rund 17 Prozent) in Österreich.

Die OeNB lagere das Gold dort, wo es einer Krise rasch einsetzbar sei, betonten die Notenbanker. Seit 2007 liege der Goldbestand der OeNB konstant bei rund 280 Tonnen. Durch Goldleihegeschäfte habe die OeNB in den letzten zehn Jahren 300 Mio. Euro verdient und bei solchen Geschäften keinerlei Ausfälle verzeichnet, teilte OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek im Finanzausschuss des Parlaments mit.

In der Ausschussdebatte wollte der SPÖ-Abgeordnete Matznetter wissen, warum Großbritannien ein guter Platz für das Lagern österreichischer Goldbestände sei und warum es zweckmäßig sei, nicht alle österreichischen Goldreserven in Wien zu bunkern. Die Notenbank, in Fragen der Goldlager bisher stets höchst diskret, schlägt sich seit Sommer vermehrt mit Fragen nach den Örtlichkeiten herum. "Wir haben immer gesagt, es ist an den wichtigsten Goldhandelsplätzen", hatte Nowotny im Sommer in Alpbach gegenüber der APA festgehalten. Das sind nach Notenbankinfos London und die Schweiz, in dem Fall Basel. Das in Österreich lagernde Gold liegt hauptsächlich bei der Münze Österreich in Wien.