Erstellt am 27. August 2013, 12:50

Österreichs Landwirtschaft sehr nachhaltig. Geht man nach dem neuen und ersten Nachhaltigkeitsbericht des Ökosozialen Forums für die heimische Land- und Forstwirtschaft, erstellt vom Wifo, der die österreichische Branche international vergleicht, so scheint hierzulande so gut wie alles eitel Wonne - auch dank Subventionen, vor allem in schwieriger zu bewirtschaftenden Gebieten.

Vielen Vorteilen im Sinne der Nachhaltigkeit der im Vergleich kleinstrukturierten heimischen Landwirtschaft stehe der betriebswirtschaftliche Nachteil höherer Durchschnittskosten gegenüber, sagte Wifo-Studienautor Franz Sinabell bei der Studienpräsentation am Dienstag vor Journalisten.

"Die österreichische Land- und Forstwirtschaft sind sehr nachhaltig und ökologisch. Wir haben einen steigenden Output bei steigendem Umweltwert", so der niederösterreichische ÖVP-Agrarlandesrat Stephan Pernkopf. Er sprach von einer internationalen Topposition, die die heimische Landwirtschaft im internationalen Vergleich einnehme - unter anderem dank der "besonders hohen Anzahl an Biobetrieben und einer großen Waldausstattung".

Nachholbedarf in Ausbildung und Sicherheit

Besser werden könne die heimische Landwirtschaft laut Bericht noch im Bereich Ausbildung und Sicherheit. Während nur vier Prozent der Arbeitstätigen in der Agrarwirtschaft tätig sind, gibt es dort rund ein Drittel der tödlichen Arbeitsunfälle. Auch mehr Betriebsführer könnten eine spezifische Ausbildung absolvieren.

Kleinere Betriebe in ungünstigeren Lagen seien wirtschaftlich allerdings nicht nachhaltig in der Lage, Investitionen in ihren Betrieb ohne Ausgleichszahlungen zu tätigen, erklärte Sinabell. "Sie würden ohne Unterstützung zwar nicht verhungern, aber Reinvestitionen wären unmöglich", sagte er. Berglandwirtschaft würde sich "wohl nie rechnen", wenn man dort Betriebe wolle, dann müsse das über die Gesellschaft gesichert werden.