Erstellt am 27. Januar 2012, 10:20

Österreichs Mittelstand optimistisch. Der österreichische Mittelstand hat zwar Sorgenfalten wegen der Konjunktur, glaubt aber dennoch, dass sich die eigene Geschäftslage in den kommenden Monaten zumindest nicht verschlechtern wird. Mit der Geschäftslage sind 92 Prozent zufrieden, 58 Prozent sogar uneingeschränkt.

Damit hat sich die Stimmung im Vergleich zum Juli, als nur 42 Prozent uneingeschränkt zufrieden waren, verbessert.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich im November und Dezember Umsatz und Auftragslage der Mittelständler weiter verbessert, geht aus dem "Mittelstandsbarometer" von Ernst & Young hervor. Die Aufträge sind bei 39 Prozent gestiegen und bei 11 Prozent gefallen, der Umsatz ebenfalls bei 39 Prozent gestiegen, bei 10 Prozent gefallen. Gut ein Drittel (36 Prozent) erwartet für die kommenden sechs Monate eine Verbesserung der eigenen Geschäftslage, während nur jedes zehnte Unternehmen mit einer Verschlechterung rechnet. 25 Prozent der im Jänner befragten 900 Unternehmen wollen die Investitionen steigern, 10 Prozent diese zurückfahren. Ebenfalls 25 Prozent wollen Jobs schaffen, nur 7 Prozent abbauen. Die Umfrage wird halbjährlich durchgeführt.

Dabei sind die Österreicher eher pessimistisch in Bezug auf die konjunkturelle Großwetterlage. Gleich 69 Prozent rechnen damit, dass der schlimmste Teil der Schuldenkrise noch bevorsteht. Drei von vier gehen davon aus, dass Österreich in erheblichem Umfang für Schulden anderer Euro-Länder aufkommen wird müssen.

Aber im Vergleich zu 2008 fühlen sich die Kleinen und Mittelgroßen Firmen (KMU) besser gegen eine Krise gewappnet: 43 Prozent sehen sich heute besser vorbereitet, vor allem bei der Eigenkapitalausstattung und der Kosteneffizienz, nur fünf Prozent schlechter.

Mit 92 Prozent Zufriedenheit haben die Unternehmen den besten Wert seit der Krise. Anfang 2008 schätzten aber noch 96 Prozent ihre eigene Geschäftsentwicklung als gut oder eher gut ein, 94 Prozent erwarteten damals gleichbleibende (46 Prozent) oder sich verbessernde (48 Prozent) Geschäfte.