Erstellt am 23. Oktober 2013, 11:24

Österreichs Staatsschulden bei 75,1 Prozent. Die österreichischen Staatsschulden sind im zweiten Quartal 2013 bei 75,1 Prozent des BIP gelegen.

Damit ist der Verschuldungsgrad gleich geblieben, da Eurostat die Daten vom ersten Quartal nach oben revidiert hat, wodurch statt der 74,2 Prozent nun ebenfalls 75,1 veranschlagt wurden. Einen weiteren Anstieg gab es jedoch in der Eurozone, wo die Verschuldungsquote von 92,3 auf 93,4 Prozent stieg. In der EU, nun erstmals mit dem 28. Mitglied Kroatien, stieg die Quote von 85,9 Prozent auf 86,8 Prozent. Nichts geändert hat sich bei der Rangliste der höchsten Verschuldungsquoten, am Ende des zweiten Quartals führte diese weiterhin Griechenland mit 169,1 Prozent an, gefolgt von Italien (133,3), Portugal (131,3) und Irland (125,7).

Über dem Durchschnittswert der Eurozone von 93,4 Prozent lagen Belgien (105,0), Zypern (98,3) und Frankreich (93,5). Danach folgen Spanien (92,3), Großbritannien (89,6), Ungarn (81,6), Deutschland (79,8), Malta (76,1) und schließlich Österreich mit 75,1 Prozent.

Weitere 15 EU-Staaten liegen hinter Österreich, nämlich die Niederlande (73,9), Slowenien (62,6), EU-Neuling Kroatien (59,5 - laut Eurostat vorläufige Daten), Polen (58,3), die Slowakei (58,0) und Finnland (57,2). Einen Schuldenstand von weniger als 50 Prozent des BIP weisen Tschechien (46,5), Dänemark (45,8), Schweden (40,9), Litauen (40,4), Lettland (38,7) und Rumänien (38,6) auf. Die niedrigsten Quoten sind laut Eurostat bei Estland (9,8), Bulgarien (18,0) und Luxemburg (23,1) zu finden.

Die höchsten Anstiege der Gesamtverschuldung mussten Zypern (+10,8 Prozentpunkte), Griechenland (+8,6), Slowenien (+7,9), Portugal (+3,8), Italien (+3,0) und die Slowakei (+2,9) hinnehmen. Rückgänge wurden von der Tschechischen Republik (-1,4), Ungarn (-1,2), Deutschland und Lettland (je -0,7) sowie Litauen (-0,3) und Luxemburg (-0,1) gemeldet.

Im Rahmen des Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit äußerte Eurostat einen Vorbehalt gegenüber den von Österreich gemeldeten Daten in Bezug auf die statistische Auswirkung des Beschlusses des föderalen Rechnungshofberichtes über das Land Salzburg, der am 9. Oktober veröffentlicht wurde.