Erstellt am 05. September 2012, 13:09

Österreichs Wettbewerbsfähigkeit verbesserte sich. Österreichs Wettbewerbsfähigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im internationalen Ranking des Weltwirtschaftsforums (Global Competitiveness Report) kletterte Österreich unter 144 Staaten von Rang 19 auf 16. Im Jahr 2008 lag Österreich allerdings noch auf Platz 14.

Die Schweiz bleibt weiterhin das wettbewerbsfähigste Land, gefolgt von Singapur, Finnland und Schweden.

Laut dem vom Weltwirtschaftsforum (WEF) am Mittwoch in Genf veröffentlichten Bericht profitiert Österreich unter anderem von seiner "exzellenten Infrastruktur" (Rang 15) und einem Anstieg der Innovationskapazität. Bei der Kategorie Bildung und Weiterbildung liegt Österreich auf Position 18, bei der innerbetrieblichen Ausbildung sogar auf Rang drei. Um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs weiter zu steigern empfiehlt das WEF eine stärkere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (derzeit Platz 72) und eine weitere Verbesserung des bereits "exzellenten Bildungssystem". Die Bewertung erfolgte nach zwölf Indikatoren - darunter die staatlichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, der Entwicklungsstand der jeweiligen Finanzmärkte und die Infrastruktur.

Besonders schlecht schneidet der heimische Arbeitsmarkt bei der Lohnflexibilität ab (Rang 142), während parallel dazu die Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern als Stärke Österreichs eingestuft wird (Platz 6). Weitere Schwächen der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sind laut WEF-Experten die Staatsverschuldung (Rang 120), die Steuerrate (117) und der Schutz von Investoren (110). Kritik gibt es auch an der Qualität der Ausbildung in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften an den heimischen Universitäten (Rang 43) und der Qualität der Managementausbildung an den Hochschulen (37).

Besonders gut schneidet Österreich bei der Infrastruktur, der Organisation der Wirtschaft und bei gesundheitsbezogenen Indikatoren ab. Institutionell sprechen für Österreich unter anderem die geringen zusätzlichen Kosten infolge von Terrorismus (Rang 4), das geringe Ausmaß an organisierter Kriminalität (12) und der Schutz der Eigentumsrechte (13). Bei der Straßenqualität und der Stromversorgung liegt man auf Platz 7, bei der Verfügbarkeit von neuesten Technologien auf Rang 13.