Erstellt am 08. Oktober 2013, 15:23

Österreichs Wirtschaft legt heuer 0,4 Prozent zu. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Österreich für das laufende Jahr auf 0,4 Prozent halbiert.

2014 dürfte Österreichs Wirtschaft hingegen wie bereits im April prognostiziert um 1,6 Prozent zulegen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Weltwirtschaftsprognose. Weniger gut als erwartet wächst mit 2,9 Prozent und 3,6 Prozent in 2014 auch die Weltwirtschaft. 

Der IWF liegt mit seinen Zahlen zu Österreich etwas unter den heimischen Prognostikern von IHS und Wifo, die vorige Woche für heuer 0,4 bis 0,5 Prozent und für 2014 1,7 bis 1,8 Prozent Wachstum vorhergesagt haben. Österreich kann sich jedoch laut IWF auf ein stärkeres Wachstum als in der Eurozone insgesamt freuen: Für die 17 Mitgliedsländer erwartet der IWF heuer einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent, 2014 soll es dann wieder einen Zuwachs von 1,0 Prozent geben.

Deutschland mit Plus von 1,4 Prozent 

Schrumpfen wird die Wirtschaft innerhalb der Eurozone heuer noch in Zypern (-8,7 Prozent), Griechenland (-4,2), Slowenien (-2,6), Italien und Portugal (-1,8), Spanien und den Niederlanden (-1,3) sowie Finnland (-0,6). 2014 müssen sich dann nur mehr Zypern (minus 3,9 Prozent) und Slowenien (-1,4) auf Rückgänge ihrer Wirtschaftsleistung einstellen. Estland und die Slowakei könnten über zwei Prozent wachsen, in Deutschland soll es ein Plus von 1,4 Prozent geben (2013: plus 0,5 Prozent).

Für die Weltwirtschaft war im April für heuer ein Zuwachs von 3,3 Prozent und 2014 von 4,0 Prozent vorhergesagt worden, im Juli wurden diese Prognosen dann auf 3,1 Prozent (2013) bzw. 3,8 Prozent (2014) gesenkt. Für die Schwellenländer rechnet der IWF heuer mit einem Wachstum von 4,5 Prozent, einen halben Prozentpunkt weniger als vor drei Monaten. 2014 könnte es dann ein Plus von 5,1 Prozent geben (0,4 Prozentpunkte weniger als im Juli).

Für Zentral- und Osteuropa sieht der IWF nun einen Zuwachs von 2,3 Prozent (2013) bzw. 2,7 Prozent (2014). China sagt der IWF ein Plus von 7,6 Prozent heuer und 7,3 Prozent 2014 voraus, beide Werte wurden leicht nach unten revidiert.