Erstellt am 15. Februar 2012, 09:35

Österreichs Wirtschaft leicht geschrumpft. Österreichs Wirtschaft ist Ende 2011 leicht geschrumpft. Im letzten Vierteljahr sank das BIP im Quartalsabstand real geringfügig um 0,1 Prozent. Im 3. Quartal hatte das BIP noch um 0,2 Prozent zugelegt.

Im Jahresabstand lag das Wachstum im 4. Quartal nur mehr bei 1,2 Prozent, nach noch 2,5 Prozent im 3. Quartal, gab das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seiner Schnellschätzung bekannt.

Im gesamten Jahr 2011 wuchs das heimische BIP laut Wifo real um 3,1 Prozent und nominell um 5,3 Prozent. Bei ihrer letzten Konjunkturprognose Anfang Dezember waren Wifo und IHS für das Vorjahr noch von einem Realwachstum von 3,2 bzw. 3,3 Prozent ausgegangen.

Grund für den leichten Rückgang war nach Wifo-Angaben von Mittwoch die Eintrübung der internationalen Konjunktur, die die heimischen Exporte erneut schrumpfen ließ - um 0,5 Prozent im Quartalsabstand nach 0,2 Prozent Minus im 3. Quartal. Rückläufig waren sowohl die Warenausfuhr als auch der Export von Dienstleistungen.

Die Konsumgüter-Anschaffung und die Anlageinvestitionen stabilisierten zwar gegen Jahresende die österreichische Wirtschaft, aber ebenfalls mit abnehmender Dynamik. Der Konsum der privaten Haushalte legte im 4. Quartal nur noch um 0,2 Prozent zu, nach +0,3 Prozent im Vorquartal.

Die größten Impulse gingen laut Wirtschaftsforschungsinstitut von den Anlageinvestitionen aus, die im Schlussquartal real noch um 0,6 Prozent höher ausfielen; allerdings hatte sich ihr Wachstum bereits im 3. Quartal auf +1,0 Prozent abgeschwächt. Die Nachfrage konzentrierte sich auf Ausrüstungsinvestitionsgüter (+1,4 Prozent, nach +1,9 Prozent im 3. Quartal) und hier vor allem auf die Anschaffung von Fahrzeugen.

Die rezessiven Impulse aus dem Ausland schlugen sich laut Wifo vor allem in der Warenproduktion nieder. Hier war nach einem leichten Rückgang im 3. Quartal (real -0,1 Prozent gegenüber der Vorperiode) eine deutliche Verschärfung der Abwärtsdynamik zu beobachten: Im Schlussquartal sank die Wertschöpfung dieses Wirtschaftsbereichs um 1,3 Prozent.