Erstellt am 15. Mai 2013, 10:19

Österreichs Wirtschaft stagniert. Österreichs Wirtschaft steckt bereits seit einem Jahr in der Stagnation und ist Anfang 2013 nur knapp einer Rezession entgangen.

Auch im ersten Quartal blieb das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) praktisch unverändert - bereits zum vierten Mal in Folge -, das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sprach am Mittwoch von einem Nullwachstum im Quartalsabstand.

Zuletzt hatte es im 1. Quartal 2012 ein nennenswertes reales Quartalswachstum in Höhe von 0,5 Prozent gegeben, danach bewegte sich das BIP jeweils zwischen +0,1 im 2. Quartal und -0,1 Prozent im 4. Quartal, also um die Nulllinie. Im Jahresabstand schrumpfte das heimische BIP jetzt im 1. Quartal sogar um 0,6 Prozent real, nach noch 0,7 Prozent Zuwachs im 4. Quartal 2012.

Bauproduktion witterungsbedingt gesunken

Weder die Inlandsnachfrage noch die Außenwirtschaft lieferten zuletzt nennenswerte Impulse für Österreichs Wirtschaft, erklärte das Wifo. Die Nachfrage der privaten Haushalte sei mit einem leichten Plus (0,1) im Quartalsabstand weiter schwach gewesen, ebenso die Investitionstätigkeit der Firmen.

Die Exporte entwickelten sich im 1. Quartal laut Wifo mit +0,3 Prozent ähnlich verhalten wie in den Vorperioden. Nach einem starken Rückgang im 4. Quartal hielten die Warenexporte aber das Niveau der Vorperiode. Da die Import-Nachfrage mit +0,3 Prozent ebenso mäßig zunahm wie die Auslandsnachfrage, lieferte der Außenbeitrag keine Wachstumsimpulse für die heimische Produktion.

Das schwache internationale Konjunkturumfeld dämpfte weiterhin die Warenproduktion, obwohl laut Wifo nicht mehr so stark wie im Herbst und Winter 2012. Die Bauproduktion sank gegenüber dem Vorquartal witterungsbedingt leicht (real -0,2 Prozent). Im Dienstleistungssektor schrumpfte die Wirtschaftsleistung vor allem im Bereich Verkehr. Der Tourismus profitierte vom frühen Ostertermin im März, und auch in den anderen Sektoren konnte die reale Wertschöpfung ebenfalls leicht gesteigert werden, so das Wifo zur Erläuterung seiner BIP-Schnellschätzung.