Erstellt am 14. August 2013, 12:51

Österreichs Wirtschaft wächst wieder. Österreichs Wirtschaft ist im zweiten Quartal auf einen Erholungspfad eingeschwenkt und so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Quartalsabstand um 0,2 Prozent zu, ebenso kräftig war der Zuwachs zuletzt im zweiten Quartal 2012 gewesen. Danach hatte es drei Quartale lang faktisch eine Stagnation gegeben. Im Jahresabstand wuchs das BIP real um 0,3 Prozent.

Das verkündete das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Mittwoch in seiner Schnellschätzung. Heuer im ersten Quartal war die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr noch geschrumpft - aber real doch nur um 0,5 Prozent und nicht wie bisher angenommen um 0,7 Prozent.

Auch die BIP-Veränderung im Quartalsabstand hat das Wifo für das erste Vierteljahr leicht nach oben revidiert: aus einer Null wurden 0,1 Prozent Anstieg, ebenso wie laut Neuberechnung auch im 3. Quartal 2012. Für das Schlussquartal 2012 blieb das Wifo aber bei -0,1 Prozent, wodurch es im Herbst letztlich doch nur einen Dreimonats-Abschnitt ganz ohne Wachstum gegeben hat.

Die größten Wachstumsimpulse für die heimische Wirtschaft gingen vom Außenhandel aus. Die gesamtwirtschaftlichen Exporte wuchsen mit real +0,3 Prozent stärker als die Importe (-0,1 Prozent), die Warenausfuhr entwickelte sich wieder etwas dynamischer, erklärte das Wifo die BIP-Entwicklung im Zeitraum April bis Juni.

Trotz des Wachstums-Schubs bremst Wifo-Experte Marcus Scheiblecker überschießende Hoffnungen auf eine sehr flotte Konjunkturerholung. Auch Österreich sei jetzt wieder auf einen Erholungskurs eingeschwenkt - doch die Indikatoren würden noch immer auf recht wenig Belebung hindeuten, und es gebe noch keinen Aufschwung, betonte Scheiblecker im APA-Gespräch am Mittwoch.

Bis Jahresende werde die Situation noch sehr matt bleiben. Um die Jahreswende 2013/14 sollte die Dynamik dann aber zunehmen. "Für 2014 sind wir zuversichtlicher", so der Experte: "In Österreich wird es wieder bergauf gehen."