Erstellt am 21. Dezember 2011, 11:12

Österreichs Wirtschaftswachstum bricht 2012 ein. Das Wirtschaftswachstum in Österreich wird im kommenden Jahr stark einbrechen, übernächstes Jahr soll es aber wieder zulegen. Das Wifo erwartet für 2012 nur noch 0,4 Prozent reales Plus, das Institut für Höhere Studien (IHS) geht von 0,8 Prozent Anstieg aus.

2013 soll das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) aber schon wieder um 1,6 (Wifo) bzw. 1,9 Prozent (IHS) klettern.

Dies erklärten die Institute am Donnerstag in ihrer neuen Konjunkturprognose. Im nun ablaufenden Jahr 2011 dürfte die Wachstum real 3,2 bis 3,3 Prozent betragen haben. In Mitleidenschaft gezogen wird die Realwirtschaft 2012 durch die Schuldenkrise, wodurch die Investitionstätigkeit stark gebremst wird und die Konsumfreude leidet. Wegen der Konsolidierungsbemühungen der öffentlichen Haushalte kann die Fiskalpolitik aber nicht expansiv gegensteuern. Ohne glaubhafte Konsolidierung könnten Vermögens- und Vertrauenseffekte sogar zu einer Rezession führen, warnt das IHS.

Aus dem Euroraum und von der Weltwirtschaft kommen deutlich schwächere Impulse als zuletzt. Das Wifo erwartet, dass die Wirtschaftsleistung in der Eurozone 2012 stagniert und - wegen der Sparbemühungen der Staaten - auch 2013 nur um 1,3 Prozent wächst: "Einschnitte im Sozialsystem und steigende Steuerlast werden die Binnenkonjunktur im Euro-Raum belasten", betonen die Experten.

Die schon seit Sommer spürbare Abkühlung der Weltwirtschaft wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen, meint das Wifo. Das weltweite BIP-Wachstum dürfte sich daher 2012 real von 3,8 auf 3,2 Prozent abschwächen, 2013 aber wieder auf 4,2 Prozent zulegen. Den Welthandel sieht das Wirtschaftsforschungsinstitut 2012 nur noch um 4,2 Prozent wachsen, nach 6 Prozent heuer und sogar 15 Prozent 2010; für 2013 wird eine Erholung auf +6,5 Prozent gesehen.