Erstellt am 29. Mai 2012, 13:39

ÖVAG im Quartal mit Gewinn, Verluste in Rumänien. Die seit Ende April teilverstaatlichte Volksbanken AG (ÖVAG) weist für das erste Quartal 2012 ein positives Vorsteuerergebnis von 38,9 Mio. Euro (Vorjahr: 59,2 Mio. Euro) aus.

Das Konzernperiodenergebnis (Nettogewinn) beläuft sich auf  22,2 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 50,2 Mio. Euro).
Einen Steuerverlust von 7 Mio. Euro verzeichnete hingegen die Volksbank Rumänien. Die Zwischenbilanz nach den ersten drei Monaten ist allerdings nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Weil heuer am 15. Februar die Volksbank International (VBI) an die russische Sberbank verkauft wurde, war die ÖVAG Ende März schon viel kleiner als ein Jahr davor.

In den ersten Monaten 2011 hatte die ÖVAG noch Gewinne ausgewiesen, bevor im zweiten Halbjahr Milliardenabschreibungen einsetzten, die einen Rekordverlust brachten, der allein nicht mehr bewältigt wurde. Heuer im April musste die ÖVAG mit Hilfe der Republik gerettet werden. Mit einem Kapitalschnitt wurden die Verluste abgebaut.

Nicht im Ost-Paket an die Russen verkauft wurde die Volksbank Rumänien. Sie war in der ÖVAG-Bilanz zu Jahresende auf Null abgewertet worden und ist jetzt nur mit dem Beteiligungsansatz bilanziert. Der Vorsteuerverlust der Rumänien-Tochter lag bei 7 Mio. Euro im ersten Quartal 2012. "Ursprünglich war man von einem größeren Verlust ausgegangen", schreibt die ÖVAG im Quartalsbericht. Insbesondere die Abarbeitung der Problemkredite sei über den Erwartungen gelaufen.

Die Zahlen zum Quartal belegten nach Angaben der Bank, dass die Stabilisierungsmaßnahmen - Kapitalschnitt und Kapitalerhöhung rückwirkend zum 31. Dezember 2011 sowie Verkauf der VBI, Verkauf der Beteiligungen an den Victoria Volksbanken Versicherungsgesellschaften und Verkauf der Selini Holding "greifen und zu einer deutlichen Stärkung des Kapitals beitragen".