Erstellt am 25. November 2011, 11:59

ÖVAG kündigt Verlust von 1,2 Mrd. Euro an. Bei der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) wird der Verlust immer größer. Nach einem Defizit von 689 Mio. Euro nach neun Monaten hat die Bank am Freitag mitgeteilt, dass der Jahresverlust 2011 in der Bank AG (Einzelabschluss) über der Milliarde zu liegen kommen wird.

Mitte Oktober hatte der Vorstand auf AG-Ebene den erwarteten Verlust mit 900 Millionen (mit einer Bandbreite von plus/minus 150 Mio. Euro) beziffert. Auf Konzernebene wurden damals 500 bis 750 Mio. Euro Verlust erwartet.

Weil Sonderabschreibungen auf Risiken und Beteiligungen anfallen und die Lage in einigen Ländern im Osten schwierig ist, wurde die Verlust-Prognose heute Freitag nochmals revidiert: Laut ÖVAG-Mitteilung wird sich "die am 13. Oktober bekanntgegebene Bandbreite für den Verlust im Konzernabschluss gemäß IFRS aus heutiger Sicht um zumindest 10 Prozent erhöhen. Im Einzelabschluss wird die angegebene Verlustbandbreite in einem ähnlichen Ausmaß ebenfalls überschritten werden."

Das heißt: In der Bank-AG (Einzelabschluss) droht nun ein Verlust von rund 1,2 Mrd. Euro, im Konzern von etwas mehr als 800 Mio. Euro.

Grund für die riesigen Verluste sind Abschreibungen auf die Tochter in Rumänien, Abwertungen auf Griechenland und Credit Default Swaps und andere Länderrisiken. Auch das einst eingeschossene Kommunalkredit-Partizipationskapital muss abgewertet werden. Der Vorstand spricht von "Einmaleffekten".