Erstellt am 20. Dezember 2011, 11:59

ÖVAG verkauft Versicherungsbeteiligungen. Die ÖVAG trennt sich von ihrer Beteiligung an den Victoria-Volksbanken Versicherungen in Österreich und in Osteuropa. Der Anteil von knapp über 25 Prozent wird an den deutschen Versicherungskonzern Ergo verkauft.

Die Österreich-Tochter Ergo Austria International war an den Versicherungen bereits bisher mit rund 75 Prozent beteiligt und übernimmt nun die Gesellschaften zur Gänze.

Der mit Ende 2012 auslaufende Kooperationsvertrag zwischen Bank und Versicherung wurde neu aufgesetzt und mit Wirkung von 1. Jänner 2012 bis Ende 2022 verlängert, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit.

"Basis für den Anteilsverkauf bildet die strategische Neuausrichtung der Österreichischen Volksbanken-Aktiengesellschaft (ÖVAG) und die damit geplante Abgabe von Beteiligungen", wurde mitgeteilt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die ÖVAG hat bisher knapp über 25 Prozent an den Victoria-Volksbanken Versicherungsgesellschaften in Österreich, der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Kroatien gehalten. In Slowenien ist man mit einer Niederlassung vertreten. Primärer Vertriebspartner sind die Volksbanken. Aktuell resultierten rund 84 Prozent des Gesamtgeschäfts aus diesem Vertriebskanal, heißt es in der heutigen Mitteilung.

Das Prämienvolumen der Viktoria-Volksbanken Versicherung betrug im Vorjahr 269 Mio. Euro. Die Auslandstöchter haben im Vorjahr 48,5 Mio. Euro an Prämieneinnahmen erzielt und 40 Prozent zum Auslandsgeschäft der Ergo Austria beigetragen, die für Teile des Osteuropa-Geschäfts zuständig ist.

Die ÖVAG-Beteiligungen an der Victoria-Volksbanken Pensionskassen AG (47,5 Prozent) und an der Victroia-Volksbanken Vorsorgekasse von (50 Prozent) blieben von der jetzigen Transaktion unberührt.