Erstellt am 05. April 2012, 11:01

ÖVAG vor Kapitalschnitt mit 1,345 Mrd Euro Verlust. Die angeschlagene Volksbanken AG (ÖVAG AG) hat das Jahr 2011 mit einem Rekordverlust von 1,345 Mrd. Euro abgeschlossen.

Weil die Bank ohne Kapitalschnitt nicht mehr hätte bilanzieren und ohne Hilfe vom Staat nicht hätte weiterbestehen können, werden am 26. April in der Hauptversammlung alle Maßnahmen zur Rettung fixiert. Da steigt der Staat dann auch ins Aktienkapital ein.

Es gibt einen Kapitalschnitt um 70 Prozent, der den Verlust zum größten Teil beseitigt. Nach diesem Kapitalschnitt - mit dem auch 700 Millionen der 2009 eingeschossenen ersten Staatsmilliarde weg sind - bleibt für 2011 nur noch ein Bilanzverlust von 53,5 Mio. Euro. Grund für den Riesenverlust sind Wertberichtigungen auf Töchter und Ostbanken, aber auch Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen.

In der Konzernbilanz meldete die ÖVAG am Donnerstag - ebenfalls vorläufig - einen Nettoverlust von 959 Mio. Euro.