Erstellt am 12. August 2011, 12:49

ÖVP will ÖBB-Aufsichtsrat wieder beschicken. Mehr als ein Jahr nachdem die ÖVP-Vertreter Franz Rauch und Christian Teufl ihre Mandate im ÖBB-Holding-Aufsichtsrat im Streit zurückgelegt haben, will die ÖVP im Herbst wieder zwei Leute aus ihren Reihen in das Aufsichtsgremium der Staatsbahnen entsenden.

Als möglicher neuer ÖBB-Aufseher wird Alexander Biach genannt, Vorstand bei der Raab-Ödenburger Bahn und Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes. Auch Gottfried Schuster, früher Geschäftsführer der Schieneninfrastruktur Dienstleistungsgesellschaft, gilt als möglicher Kandidat.

"Die im 'Format' genannten Namen höre ich auch", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter zur APA und begrüßte die Absicht der ÖVP, wieder in den ÖBB-Aufsichtsrat zurückzukehren. Wirtschaftspolitisch sei es "von einzelnen Akteuren" unklug gewesen, die ÖBB schlechtzureden, da sie für Österreich ein wichtiges Unternehmen seien. Daher sei es gut, dass man nun in eine konstruktive Phase komme. Das zweite große Konfliktfeld der Regierungsparteien sei die ÖIAG. Bisher wollte die SPÖ die Auflösung der Staatsholding, nun hört sich das jedoch anders an: "Wir sind über eine ÖIAG als strategisches Steuerungsinstrument für wichtige Industrieunternehmen gesprächsbereit", sagte Kräuter dem "Format". Dazu müsse aber das System des sich selbst erneuernden Aufsichtsrates abgeschafft werden.