Erstellt am 15. Juni 2011, 15:25

Palmers will "bald" wieder profitabel sein. Palmers hat zuletzt nicht gerade mit positiven Schlagzeilen von sich reden gemacht. Am Mittwoch wurden die Zahlen des Geschäftsjahres 2010/2011 präsentiert. Palmers schrieb zwar einen operativen Gewinn von rund 7 Mio. Euro (nach 2,4 Mio.), das Tochterunternehmen Lejaby steckte aber mit 2,7 Mio. Euro in den roten Zahlen. Die Palmers-Lejaby-Gruppe wies einen Verlust von 15,2 Mio. Euro aus.

"Wenn wir jetzt lange nichts von uns hören ließen, dann liegt das daran, dass man Gäste und Freunde nicht einlädt, wenn man ein Haus renoviert. Da staubt es", meinte Palmers-Aufsichtsratsvorsitzender Max Römer am Mittwoch.

"Uns ist bei diesem Ergebnis überhaupt nicht bange, weil darin ein Einmaleffekt in Höhe von 13 Mio. Euro enthalten ist, der durch die Übernahme der Lejaby im Jahr 2008 entstanden ist", sagte Gerd Petermann, Vorstand der Palmers Textil AG. Die Gruppe werde "sehr bald" auch unter dem Strich profitabel sein, ließen sich Römer und Petermann nicht auf einen Zeitpunkt festnageln.

Das EBITA, das im Jahr 2010/11 bei 4,8 Mio. Euro lag, soll 2012 auf 7 Mio. Euro wachsen, 2013 auf 13 Mio. Euro. Der Umsatz werde stabil bleiben bzw. leicht steigen, wird erwartet. Im Jahr 2010/11 sank der Gruppen-Erlös auf rund 162 Mio. Euro nach 170,8 Mio. Euro im Jahr davor.

Palmers hat den französischen Wäschehersteller Lejaby im Jahr 2008 vom US-Bekleidungskonzern Warnaco (u.a. Calvin Klein) übernommen. Über den hohen Kaufpreis von 45 Mio. Euro tobt ein Rechtsstreit.

Palmers sei in Österreich trotz wachsender Konkurrenz durch Bekleidungsketten nach wie vor die Nummer 1 im Wäschebereich. Dahinter folgen H&M, Triumph, C&A und Huber. Palmers betreibt in Österreich 113 eigene Filialen und 103 von Franchise-Partnern geführte. Im Jahr 2005 verfügte Palmers noch über 230 bis 235 Niederlassungen. Abgesehen von Österreich ist der Wäschehändler mit 34 Filialen sowie 25 Shop-in-Shop Flächen in Deutschland vertreten.