Erstellt am 10. April 2013, 14:56

Papierindustrie steigerte im Vorjahr Produktion. Die Papierindustrie in Österreich hat ihre Produktion im Vorjahr gegenüber 2011 um 2,1 Prozent auf 5 Mio. Tonnen Papier, Karton und Pappe gesteigert.

Der Durchschnittserlös je Tonne belief sich auf knapp 700 Euro und war damit leicht rückläufig. Der Gesamtumsatz der Branche sank um 0,5 Prozent auf 4 Mrd. Euro.

"Es gab positive Aspekte, es gibt aber verschiedene Entwicklungen in der Branche und um sie herum, die uns sehr besorgen", sagte Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier, am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Derzeit sind etwa die Lager der Fabriken nur minimal gefüllt.

Das erste Quartal lief laut Pfarl nach vorläufigen Daten "dem schwierigen Umfeld entsprechend gut, wobei sich die verhaltene Geschäftsentwicklung des vierten Quartals 2012 fortsetzt".

Mit der Produktion von 5 Mio. Tonnen lag man allerdings noch deutlich unter dem Produktionsrekord aus dem Jahr 2006 mit 5,2 Mio. Tonnen. Grund für das Plus 2012 in Österreich, war laut dem Branchenvertreter auch, dass die Produktion im Vorjahr in Europa um 1,7 Prozent auf 92 Mio. Tonnen fiel, wovon heimische Standorte profitierten.

Gleichzeitig stieg die Export-Quote auf 87 Prozent, was laut Pfarl einem Allzeithoch entspricht und der "Treiber der positiven Entwicklungen in Österreich" war. Da die Erlöse bei Exportwaren allerdings geringer ausfallen als im Inland, sei der durchschnittliche Erlös gegenüber den Vorjahren leicht gesunken, sagte Pfarl.