Erstellt am 23. Februar 2012, 17:32

Pecik vor nächstem Coup: Einstieg bei AMAG geplant. Der Investor Ronny Pecik, der gemeinsam mit dem ägyptischen Milliardär Naguib Sawiris bereits 20 Prozent an der Telekom Austria hält, will nun auch beim börsenotierten oberösterreichischen Aluminiumproduzenten AMAG einsteigen, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Format".

Dafür gehe Pecik seit Wochen bei potenziellen Investoren Geld sammeln, will das Magazin aus Bankkreisen erfahren haben.

Der Finanzinvestor One Equity Partners (OEP), ein Finanzvehikel von JP Morgan, der über die CP Group Niederlande 34,5 Prozent an der AMAG hält, will aussteigen. "Wir verhandeln derzeit mit einigen Interessenten, haben aber keine Eile beim Verkauf", zitiert "Format" OEP-Sprecher Max Hohenberg. Der Börsenwert dieses Anteils liegt laut Magazinangaben bei knapp 220 Mio. Euro. Der Verkaufspreis dürfte allerdings deutlich höher liegen.

Es sei davon auszugehen, dass die OEP bei der Wahl eines Käufers auf die beiden Mitaktionäre, die RLB Oberösterreich und Oberbank, Rücksicht nehmen werde. Pecik soll deswegen schon Kontakte mit Noch-RLB-OÖ-Chef Ludwig Scharinger aufgenommen haben, so das Magazin weiter.

Die Oberösterreichischen Nachrichten brachten Anfang Februar die RLB OÖ und die B&C-Industrieholding als mögliche Interessenten ins Spiel. Die Bank hält derzeit einen Anteil von 11,5 Prozent, den sie nun aufstocken könnte. Neben der OEP und der RLB OÖ gehören derzeit zahlreiche Kleinaktionäre (38 Prozent), die Mitarbeiter-Stiftung (elf Prozent) und die Oberbank (fünf Prozent) zu den Aktionären.