Erstellt am 21. Mai 2013, 12:09

Pendler - SPÖ für Neuregelung. Für eine weitere Umstellung bei der Pendlerförderung tritt die SPÖ Burgenland ein.

Ausgleich für teure Tankfüllungen: Die Ausweitung der Pendlerförderung brachte eine Reihe von Neuerungen mit sich. Unter anderem kommt mit dem Pendler-Euro jetzt zusätzliches Geld ins Börserl. Das Interesse im Burgenland ist groß. Wodicka  |  NOEN
Nach der Neuregelung durch den Bund würden für burgenländische Pendler insgesamt rund acht Millionen Euro mehr in der Geldbörse bleiben, so SP-Klubobmann Christian Illedits am Dienstag vor Journalisten in Eisenstadt. Nächstes Ziel sei es, die Pendlerpauschale von einem Frei- in einen Absetzbetrag umzuwandeln, erklärte Illedits

Die SPÖ sei dafür, das komplette Fördersystem umzustellen. Neben der vom Bund neu geregelten Pendlerförderung sei im Burgenland auch der Fahrtkostenzuschuss erhöht worden. Park and Ride-Anlagen - derzeit sind es 35 mit 2.830 Autostellplätzen - würden weiter ausgebaut, so der Klubobmann.

Als Beitrag zur Unterstützung der Pendler betrachtet man auch die einstigen Landestankstellen, die mittlerweile seit mehr als einem Jahr nach einem neuen Konzept von privaten Partnern betrieben werden. Fünf Tankstellen bei Bauhöfen wurden verpachtet, weitere fünf gehören Privaten, die sich an der Aktion beteiligt haben.

Es sei gelungen, die mittlerweile insgesamt zehn Tankstellen "als Preisdrücker in der Region" einzusetzen, erklärte Landesrat Helmut Bieler (S). Seit der Wiedereröffnung seien mehr als 17 Million Liter Diesel verkauft worden. Für die Autofahrer habe dies mehr als eine Million Euro Ersparnis gebracht, rechnete Bieler.

Im Durchschnitt sei bei den Landes-Partnern der Treibstoff rund sechs Cent billiger gewesen als bei den anderen Tankstellen. Das Interesse an einer Partnerschaft mit dem Land sei "anhaltend groß", sodass es zum Neubau einiger Tankstellen durch Private kommen werde. Die Partner des Landes würden weder eine Förderung erhalten, noch gebe es Vorteile bei der Verpachtung: "Der Effekt ist, durch niedrigere Preise mehr Umsatz zu machen und dadurch auch den Gewinn zu erhöhen", erklärte Bieler.