Erstellt am 18. August 2016, 14:18

ÖVP warnt vor Ärztemangel im ländlichen Raum. Die ÖVP hat am Donnerstag in Eisenstadt erneut vor einem Ärztemangel im ländlichen Raum durch zahlreiche bevorstehende Pensionierungen gewarnt.

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Landesparteiobmann Thomas Steiner sprach sich vor Journalisten für eine Erleichterung der Einrichtung von Gruppenpraxen aus und forderte die Beseitigung rechtlicher Hürden bei der Anstellung von Ärzten durch andere Mediziner.

Das Land sollte zudem ein Konzept zur Unterstützung junger Ärzte erstellen, denen die Mittel zur Einrichtung einer eigenen Praxis fehlten. Eine Abschaffung der Wahlärzte komme für die ÖVP "überhaupt nicht infrage", sagte Steiner. Im Burgenland gebe es 234 Kassen- und 286 Wahlärzte. Daraus sei der hohe Stellenwert der Wahlärzte für die Menschen ersichtlich.

Im Hinblick auf die zu erwartende Pensionierungswelle im ärztlichen Bereich müsse der Wissenschaftsminister die Studienplätze in der Humanmedizin aufstocken, forderte SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich in einer Aussendung. Die SPÖ Burgenland bekenne sich "zum guten Mix aus Kassen- und Wahlärzten". Die zuletzt aufgetauchte "Einzelforderung" nach Abschaffung der Wahlärzte (der Vorschlag kam von SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger, Anm.) lehne er - ebenso wie schon zuvor Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) - ab, stellte Hergovich fest.