Erstellt am 13. Juli 2011, 10:18

Pensionskassen-Performance ins Minus gerutscht. Die heimischen Pensionskassen sind im ersten Halbjahr bei der Veranlagung ins Minus gerutscht. Die Performance lag bei durchschnittlich minus 1,2 Prozent, gab der Fachverband der Pensionskassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bekannt. Der Aktienanteil wurde auf 25 Prozent reduziert, nach 35 Prozent im Jahresdurchschnitt 2010 und 32,2 Prozent zu Jahresbeginn 2011.

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Für die Kunden hätten die Halbjahresergebnisse keine unmittelbare Auswirkung, da für die Berechnung der laufenden Pensionszahlungen die Gesamtjahresergebnisse zählten, hieß es. Es habe schon das eine oder andere Jahr gegeben, in denen Halbjahres- oder Quartalsergebnisse negativ gewesen seien und im Gesamtjahr ein Plus erwirtschaftet worden sei, so Fachverbandsobmann und Valida-Vorsorge-Holding-Chef Andreas Zakostelsky zur APA. Dies sei beispielsweise im Jahr 2006 der Fall gewesen - mit einem Minus von 1,19 Prozent per Ende Juni und einem Plus von 5,55 Prozent zum Jahresende. Der langjährige Veranlagungserfolg liege bei durchschnittlich 5,95 Prozent im Jahr.

Im ersten Quartal 2011 lag das Performance-Minus bei 0,7 Prozent. Das Halbjahresergebnis von Minus 1,2 Prozent basiere auf Erhebungen des Fachverbandes und habe eine Schwankungsbreite von 0,2 Prozent. Die Halbjahres-Performance sei in Relation zum volatilen Umfeld in diesem Zeitraum ein "durchaus respektables Ergebnis" und "marktadäquat", so Zakostelsky. Hochrechnungen für das Gesamtjahr seien nicht möglich.

Haupteinflüsse auf das Halbjahresergebnis sind für die Pensionskassen unter anderem die Unruhen im arabischen Raum, die Katastrophe in Japan sowie die Schuldenkrise in Europa und in den USA. Nach einer Schätzung des Fachverbands liegt das Engagement der Pensionskassen in Staatsanleihen der PIGS-Länder bei rund einem Prozent des verwalteten Vermögens.