Erstellt am 31. August 2011, 12:19

Pensionskonto bietet laut RH zu wenig Info. Das Pensionskonto bietet für die meisten Versicherten nicht die gewünschte Information. Folgerichtig ist auch das Interesse daran endenwollend. Das geht aus einem Rechnungshof-Prüfbericht hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das Problem liegt vor allem in der komplizierten Konstruktion, die es verunmöglicht, dass der Versicherte via Konto erfährt, wie viel Pension ihn erwarten dürfte.

Die sogenannte Vereinheitlichung der Pensionssysteme war eines der Herzstücke der Sozialpolitik unter Schwarz-Blau. In Kraft trat diese Reform via Allgemeines Pensionsgesetz 2005 und hatte als Kern die Einführung eines Pensionskontos, auf dem für Personen ab dem Geburtsjahr 1955 die eingezahlten und aufgewerteten Beiträge sowie die erworbenen Leistungsansprüche ausgewiesen werden sollten.

Kompliziert wird das ganze dadurch, dass für all jene, die schon vor Jänner 2005 Versicherungszeiten erworben haben, eine Parallelrechnung durchgeführt wird, um die tatsächliche Pensionshöhe festzulegen. Das heißt, es wird fiktiv eine Pension nach altem und eine nach neuem Recht errechnet. Ausgeschüttet wird dann quasi ein Mischbetrag, der sich danach richtet, wie lange man in welchem System versichert war.

Das Interesse am Pensionskonto ist jedenfalls in der Bevölkerung nicht besonders ausgeprägt. Bei gut fünf Millionen Konten gab es 2009 gerade einmal 37.320 Zugriffe.

Nebenaspekt der Prüfung waren die Auswirkungen der Pensionsreformen Anfang des Jahrtausends auf das Antrittsalters. So ist seit 2005 (bis 2009) das Antrittsalter für Alterspensionen sogar wieder gesunken - bei Männern um 0,9 auf 62,5 Jahre und bei Frauen um 0,2 auf 59,3 Jahre. Die Vergleichsdaten aus dem Jahr 1970: da traten Männer durchschnittlich mit 64,2 Jahren in die Alterspension, Frauen mit 61,5.

Freilich ist es in Österreich ohnehin unüblich, via Alterspension aus dem Ruhestand auszuscheiden. Nur bis 28 Prozent aller Eigenpensionisten war dies 2009 der Fall. Der Rest ging in eine Früh- oder Invaliditätspension.