Erstellt am 13. März 2012, 11:26

Personalchefs schreiben mehr Jobs aus. Allen Krisenspekulationen zum Trotz droht im zweiten Quartal 2012 kein Personalabbau in größerem Stil. Im Gegenteil - 12 Prozent der Personalchefs wollen ihre Belegschaft sogar aufstocken und 83 Prozent wollen die Mitarbeiterzahl stabil halten.

Nur vier Prozent planen Stellenstreichungen, ein Prozent ist noch unentschlossen, geht aus dem aktuellen Manpower-Beschäftigungsausblick hervor.

Für das kommende Quartal ergebe dies einen Netto-Beschäftigungsausblick von plus acht Prozent im Zeitraum April bis Juni, teilte Manpower mit. Bereinigt um jahreszeitlich bedingte Schwankungen bleibt ein Zuwachs von sechs Prozent. Dies sei "die stärkste Vorschau für das zweite Quartal" seit 2008. Gegenüber dem derzeit noch laufenden ersten Quartal verbesserte sich der Ausblick um drei Prozent. Für den Beschäftigungsausblick wurden 751 Human-Resources-Manager in österreichischen Unternehmen befragt.

Die Tendenz zum Aufstocken zieht sich durch alle Bundesländer durch. Besonders gut dürfte sich die Beschäftigungslage in Tirol entwickeln - in dieser Region ist laut Manpower mit einem Nettozuwachs von 16 Prozent zu rechnen. Auch in Niederösterreich stehen die Jobchancen sehr gut (plus 13 Prozent). Mit einem Plus von jeweils nur drei Prozent am geringsten wächst der Jobmarkt in Salzburg, im Burgenland und in der Steiermark.

Die besten Chancen auf einen Arbeitsplatz gibt es in den Bereichen Finanzwesen und Dienstleistungen sowie Verkehr und Telekommunikation (plus 16 Prozent). Ebenfalls deutlich mehr Jobs werden im Sektor Bergbau und Rohstoffgewinnung ausgeschrieben (plus 13 Prozent). Weniger Stellen gibt es hingegen im Bereich Gastronomie und Hotellerie (minus 7 Prozent).