Erstellt am 11. September 2012, 10:48

Personalchefs schreiben weiter Jobs aus. Internationale Organisationen schrauben zwar Woche für Woche ihre Wirtschaftsprognosen zurück, aber "die Euro-Krise hat sich noch immer nicht voll auf Österreich ausgewirkt", erklärt Manpower in seinem am Dienstag veröffentlichten jüngsten Beschäftigungsausblick.

Feature Arbeitsmarkt  |  NOEN, © Alexandra Gruber
Von 757 befragten Personalchefs gaben 8 Prozent an, ihren Mitarbeiterstamm zu erhöhen, 4 Prozent haben dagegen vor, ihren Personalstand zu reduzieren und 88 Prozent wollen keine Änderungen vornehmen. Ganz besonders gut soll der Ausblick für die Finanzbranche und den Handel sein, schlechter soll es in der Sachgütererzeugung aussehen.

"Trotz des geringen Wirtschaftswachstums benötigen Personalchefs auch kommendes Quartal noch die richtigen Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten in Österreich", so Erich Pichorner, Geschäftsführer der ManpowerGroup Österreich. Die besten Jobchancen gibt es mit (netto) sieben Prozent in Niederösterreich, gefolgt von Tirol und Wien ex aequo mit 6 Prozent.

Der weltweit tätige Personalvermittler, der für seinen Ausblick nach Eigenangaben 66.000 Personalverantwortliche befragt, ortet in Taiwan (+34 Prozent), Panama (+26 Prozent) und Brasilien (+24 Prozent) die international besten Jobchancen. Allerdings schwächelt der Beschäftigungsausblick in 30 Ländern und Regionen im Vergleich zum Vorjahresquartal. In Europa ist Griechenland laut Manpower mit -16 Prozent absolutes Schlusslicht, gefolgt von Italien -11 Prozent und Spanien -8 Prozent.

Rückgänge im Vergleich zu früher gibt es aber auch in der Industrie in den Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien.