Erstellt am 19. November 2012, 15:02

Polizei erwischte 1.455 Temposünder. Bei Geschwindigkeitskontrollen hat die Polizei im Burgenland am Wochenende insgesamt 1.455 Temposünder erwischt.

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Kontrolliert wurde vor allem auf Transitrouten und bekannten "Raserstrecken", hieß es am Montag aus der Landesverkehrsabteilung Burgenland. Die Bilanz im Detail: 1.197 Lenker wurden angezeigt, 258 erhielten Organmandate.

Auch Bodennebel bewog manche Schnellfahrer nicht, den Fuß vom Gaspedal zu nehmen: Auf der Südostautobahn (A3) bei Hornstein (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) raste der Lenker eines in Wien zugelassenen BMW bei einer Sichtweite von weniger als 100 Metern mit 204 Km/h in Richtung Eisenstadt. 135 Stundenkilometer hatte ein Burgenländer unter ähnlichen Sichtverhältnissen im Bezirk Neusiedl am See auf der L303 bei Mönchhof in einer 70 Km/h-Zone am Tacho.

Im Mittelburgenland überholte ein Wiener auf der B50 bei Steinberg-Dörfl rasant eine Zivilstreife. Während ihm die Beamten bereits nachfuhren, beschleunigte der Lenker auf der Landesstraße noch auf 162 Stundenkilometer und schnitt die Kurven laut Polizei "im Stil eines Rennfahrers". Schließlich zwang ihn die Streife zu einem Boxenstopp und brummte dem Schnellfahrer eine Anzeige auf.

Auf den Transitrouten hatte die Polizei diesmal besonders Lenker aus Ländern im Visier, in denen die Strafverfolgung nach einer Geschwindigkeitsübertretung in Österreich nicht möglich ist. Temposünder aus dem Ausland wurden angehalten und mussten Sicherheitsleistungen bezahlen.

"Die Anzahl (der Temposünder, Anm.) zeigt deutlich, dass es notwendig ist, dass wir weiter die Kontrollen durchführen, weil an diesem Wochenende kein wirklich starker Verkehr war und doch so viele beim Schnellfahren erwischt wurden", so Oberstleutnant Andreas Stipsits von der Landesverkehrsabteilung Burgenland. Die Kontrollen würden deshalb auch weitergeführt.