Erstellt am 07. Oktober 2013, 15:41

Polizei fand hunderte Mängel. Hunderte zum Teil gefährliche Mängel haben Polizisten am Wochenende bei Kontrollen an Schwerfahrzeugen im Burgenland entdeckt.

 |  NOEN, www.BilderBox.com, Erwin Wodicka
Vier Autobusse und mehrere Lkw mussten abgestellt werden, weil sie mit defekten Bremsen und anderen Schäden durchs Burgenland rollten, zog die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag Bilanz.

Den Negativrekord stellte an dem Wochenende ein Lkw aus Rumänien auf, der laut Polizei 26 Mängel aufwies. Sechs davon, darunter ausgeschlagene Radlager, ein abgerissener Rahmen, ein Lenkungsdefekt und kaputte Bremsen, waren als schwer einzustufen. Dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt, die Fahrzeugkennzeichen wurden abgenommen.

Umfangreiche Mängelliste

Die Kontrollore - Polizisten und Techniker der Landesregierung - hatten sich bei den Grenzübergängen in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See), Kittsee sowie an der B65 im Südburgenland postiert. Ein Fahrtenschreiber, an dem offensichtlich manipuliert wurde, stellte selbst Experten an Ort und Stelle vor eine Herausforderung. Das Gerät muss nun genauer untersucht werden. Der Lenker des betroffenen Lkw, ein 45-jähriger Rumäne, war nur mit kurzen Pausen bereits 30 Stunden unterwegs, als er gestoppt wurde.

Die Mängelliste war umfangreich: Räderpaare ohne Bremswirkung, durchgerostete Rahmen und ausgeschlagene Radlager kamen zum Vorschein. Insgesamt wurden 434 technische Mängel festgestellt und 43 Kennzeichen abgenommen. Von 109 Lenkern kassierte die Polizei Sicherheitsleistungen. Dazu kamen 111 Anzeigen und 200 Organmandate wegen diverser anderer Delikte. Neben vier Reisebussen, deren Fahrgäste wegen des am Wochenende herrschenden Schlechtwetters in den Tankstellenshops auf die Ersatzfahrzeuge warteten, wurden auch etliche Lkw zwangsweise abgestellt. Bei den Fahrzeugen war die Ladung nur mangelhaft oder gar nicht gesichert.