Erstellt am 12. Februar 2014, 12:19

Polizei und Wirtschaftskammer starten Sicherheitstage. Polizei und Wirtschaftskammer führen ab kommender Woche im Burgenland "Sicherheitstage" in den Gemeinden durch.

Experten der Kriminalprävention und Alarmanlagentechniker sollen bei den Veranstaltungen die Bevölkerung über Möglichkeiten informieren, ihr Hab und Gut besser zu schützen.

"Der beste Schutz ist noch immer die Prävention"

"Leider besteht noch immer bei vielen Burgenländern der Schutz von Hab und Gut nur aus einer mehr oder weniger guten Versicherung gegen Einbruch und Diebstahl", so Stefan Pavisitz, Landesinnungsmeister der Elektrotechniker, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt: "Der beste Schutz ist aber noch immer die Prävention."

Schwerpunkte aus Sicht der Polizei stellten dabei die Information über den Schutz des Eigenheims sowie von Geschäften und Unternehmen dar, erläuterte Werner Gamauf, Leiter der Kriminalprävention im Burgenland.

Beispielsweise gehe es darum, die Landwirte aufzuklären, den Schutz durch Alarmanlagen auch auf die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte auszudehnen. 2012 und 2013 wurden im Burgenland 20 Traktordiebstähle mit einem Schaden von 1,2 Millionen Euro verübt, davon wurden sechs geklärt.

Cybercrime ebenfalls im Fokus der Polizei

Aber auch die Internetkriminalität und der Bereich Cybercrime beschäftigten die Polizei. Weiters wolle man die Jugendlichen über die Gefahren von Internetaktivitäten wie Cybergrooming, Cybermobbing, Sexting und Posing bis hin zu den möglichen Folgen unbedachter Facebook-Postings aufmerksam machen.

Die Bandbreite bei Alarmanlagen sei groß, so Elektrotechnikexperte Sigibert Waha. Es gelte dabei, die Anlage auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Preise zu nennen, sei schwierig. Bei einer Anlage für ein Einfamilienhaus könnten sich die Kosten grob geschätzt im Bereich von 3.000 Euro bewegen.

Aber dies sei von vielen Faktoren abhängig, beginnend bei der Bausubstanz bis zu den Fensterflächen. Das Land Burgenland fördert Alarmanlagen mit bis zu 30 Prozent der Investitionskosten bis maximal 1.000 Euro.

Startschuss erfolgt in St. Margarethen

Bei der Installation einer Videoüberwachung müssen die gesetzlichen Vorschriften beachtet werden, betonte Gamauf. Sobald die Öffentlichkeit davon betroffen sei und die Aufnahme aufgezeichnet wird, ist die Errichtung der Datenschutzkommission anzuzeigen. Anlagen sollten zum Beispiel so angelegt sein, dass der Gehsteig davon ausgenommen ist.

Eine ähnliche Initiative hatten Kammer und Exekutive bereits 2010 gestartet. Bisher hätten bereits 16 Gemeinden aus allen Landesteilen ihr Interesse an den Sicherheitstagen bekundet, so Pavisitz. Der Auftakt erfolgt kommende Woche in St. Margarethen.