Erstellt am 26. September 2011, 14:44

Polizei zog 26 Lkw aus dem Verkehr. Lkw und Busse haben Polizisten der Landesverkehrsabteilung Burgenland am Wochenende unter die Lupe genommen: Beim Grenzübergang Nickelsdorf wurden Samstag und Sonntag insgesamt 200 Fahrzeuge bei der Ein- bzw. Ausreise kontrolliert - mit ernüchternder Bilanz: 26 wiesen so schwere Mängel auf, dass ihnen die Kennzeichen abgenommen wurden.

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Die Beamten stellten insgesamt 260 technische Mängel fest, die mit Anzeigen geahndet wurden.

Aufgrund ihres "besorgniserregend" schlechten Zustandes mussten 60 Schwerfahrzeuge auf den Prüfstand. Die bei ihnen festgestellten Mängel reichten von defekten Reifen über ausgeschlagene Gelenke bei der Radaufhängung und der Lenkung bis hin zu aufgerissenen Reifen und durchgerosteten Rahmen.

Mit einem Trick wollte sich ein Buslenker aus der Schweiz Kosten ersparen: Der Mann war schon vor drei Monaten in Vorarlberg von der Polizei gestoppt worden und musste sein Fahrzeug abstellen. Statt den Bus reparieren zu lassen, meldete er ihn ab und an einer neuen Adresse wieder an. Als Beamte den Lenker in Nickelsdorf stoppten, transportierte er 50 serbische Gastarbeiter in die Schweiz.

Anhand der Fahrgestellnummer durchschauten Polizisten das Manöver. Sie stellten beim Bus defekte Bremsen, eine ausgeschlagene Lenkung und einen eingerissenen Rahmen fest, die Kennzeichen wurden abmontiert. Mit zwei Fahrerkarten zum Nachweis der Lenkzeiten wollte ein ungarischer Kraftfahrer die Beamten täuschen, was ihm aber nicht gelang: Die Polizisten stellten fest, dass er auf dem Weg von Frankreich in die Heimat 21 Stunden durchgehend am Steuer verbracht hatte.

Auch für einen ungarischen Reisebus, der 40 Schüler nach England bringen sollte, war am Prüfstand im Burgenland Endstation, weil der Fahrzeugrahmen eingerissen und durchgerostet war. Bei der Schwerpunktaktion stellten die Polizisten 156 Organstrafmandate aus und kassierten von 61 Lenkern eine Sicherheitsleistung. 49 Kraftfahrer hatten die Lenkzeiten überschritten, 14 hielten sich nicht an das Wochenendfahrverbot, 25 Lkw waren überladen, zog die Exekutive Bilanz.