Erstellt am 02. August 2013, 14:03

Porr übernimmt zwei weitere Alpine-Firmen. Der Baukonzern Porr übernimmt zwei weitere Firmen der insolventen Alpine: Die Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH ist vor allem in Österreich tätig, Stump in Deutschland, Polen und Tschechien.

In Summe werden rund 500 Mitarbeiter übernommen, teilte Porr am Freitag mit. Die Wettbewerbsbehörden und das Insolvenzgericht müssen dem Deal noch zustimmen. Eine gute Nachricht kam auch aus der Steiermark.

Ein "gutes Ergebnis" meldeten am Freitag Bau-Holz-Gewerkschafter Abg. Josef Muchitsch und der Geschäftsführer des steirischen AMS, Karl-Heinz Snobe, bei der Vermittlung von ehemaligen Alpine-Beschäftigten. Von 540 Betroffenen seien 492 oder 91 Prozent vermittelt worden und wieder in Arbeit. Eine Arbeitsstiftung könnte möglicherweise verzichtbar werden. Der Österreich-Schnitt in der Vermittlung der Insolvenz-Opfer liege, wie schon vor einer Woche, weiter bei 80 Prozent.

111 müssen noch vermittelt werden

262 Dienstnehmer waren von der Grazer Granit Bau, 167 von der Bad Gleichenberger Baufirma K.E.M und 79 von der Porr AG übernommen worden, der Rest verteilt sich auf 30 weitere Firmen. Bewährt habe sich eine von der Gewerkschaft eingerichtete Jobbörse, eine "Feuerwehraktion", über die auf kurzem Weg vermittelt wurde, so Muchitsch.

Bei den 111 noch nicht untergebrachten ehemaligen Alpine-Mitarbeitern - 63 davon waren in anderen Bundesländern beschäftigt - handelt es sich nicht um klassische Bauarbeiter, so Muchitsch und Snobe. An ihrer Vermittlung werde noch gearbeitet. "Das schönste wäre, wenn wir überhaupt keine Arbeitsstiftung brauchen", sagte Muchitsch. Eine gute Nachricht hatte der Bau-Holz-Vorsitzende auch für die 15 Arbeitnehmer der Alpine-Tochter Fröhlich Bau- und Zimmereiunternehmen GmbH in Kapfenberg, die diese Woche Konkurs angemeldet hatte. Laut Masseverwalter werde die Firma fortgeführt, bis es eine Lösung gibt.

Insgesamt sei die Alpine-Pleite vom Arbeitsmarkt in der Steiermark gut verdaut worden, befürchtete Folgekonkurse bei Zulieferern seien ausgeblieben. Nicht nur personell, sondern auch bei den laufenden Aufträgen sei der Übergang in der Steiermark glatt verlaufen, im Gegensatz dazu stehen im Wien Raum noch 400 Baustellen, sagte Muchitsch.